Stimmung beeinflusst die Rohstoffmärkte
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 30. April 2010, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Sojabohnen zur Lieferung im Juli, die zu Beginn der Woche bei über 10,10 US-Dollar pro Scheffel notierten, mussten zur Wochenmitte hin, entlang der schwachen Stimmung abgeben und fielen zwischenzeitlich bis auf 9,90 US-Dollar. Bis zum Ende der Woche können sich die Preise wieder erholen. Unterstützend wirkt nach wie vor die hohe Nachfrage aus China.
Sojabohnen zur Lieferung im Juli notieren aktuell bei 9,99 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Weizen dagegen bewegte sich in dieser Woche fast seitwärts, mit leichter Unterstützung, aufgrund höherer US-Exporte in der Vorwoche.
Aktuell notiert Weizen zur Lieferung Juli bei 5,00 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Deutliche Unterstützung erhält in dieser Woche Mais. Mais zur Lieferung im Juli konnte seit Wochenmitte um mehr 20 US-Cent zulegen, von 3,52 US-Dollar pro Scheffel im Tief am Dienstag. Grund ist die Spekulation auf steigende Mais-Importe Chinas, nachdem eine Dürre, in einigen Anbaugebieten des Landes, die Produktion geschmälert hat. Schätzungen gehen davon aus, dass China in diesem Jahr rund 500.000 Tonnen Mais importieren wird.
Mais zur Lieferung im Juli notiert aktuell bei 3,74 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Ich gehe davon aus, dass auch künftig vorerst vor allem die Stimmung die Ölmärkte beeinflussen wird. Sollten in der kommenden Woche erneut negative Schlagzeilen zur Griechenland/Schuldenproblematik auftreten, dürften die Ölpreise erneut unter Druck geraten. Übergeordnet dürfte vorerst eine breite Range zwischen 80 und 90 US-Dollar pro Barrel bestehen bleiben.
Der Goldpreis erhält gute Unterstützung von zwei Seiten. Die bestehende Unsicherheit und zwischenzeitliche Erholungen der Risikofreude unterstützend die Nachfrage nach Gold. Davon ausgehend dürfte der Goldpreis auch weiterhin deutlich zulegen können.
Ausgehend von den Fundamentaldaten sollten die Industriemetallpreise weiterhin unter Druck stehen. Dennoch sind auch die Industriemetallmärkte oft genug deutlich von der Stimmung abhängig. Sollte alsbald eine deutliche positive Stimmung zu Tage treten, könnten Preiskorrekturen limitiert bleiben.
Die Getreidepreise dürften diesen Monat mit einem Zugewinn abschließen. Insbesondere Sojabohnen und Mais erhalten Unterstützung aufgrund der hohen Nachfrage von Seiten Chinas. Weizen dürfte in Korrelation ebenfalls zulegen.
So long liebe Leser...das war es wieder von meiner Seite für diese Woche...somit verabschiede ich mich und Sie in ein hoffentlich sonniges Wochenende und freue mich, wenn wir uns am kommenden Montag wiederlesen...liebe Grüße und genießen Sie das erste Mai-Wochenende...
Ihre Miriam Kraus
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