Stillwater Mining: Palladium spielt hier eine wichtige Rolle
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 29. Januar 2010, 17:00 Uhr
ENL5462
nachdem wir uns am Dienstag den größten Produzenten von Palladium weltweit, Norilsk Nickel, angesehen haben, wollen wir heute gleich mit seinen Beteiligungen fortfahren. Reisen wir nun also an den nördlichen Rand der USA, nach Montana. Hier befindet sich eine bekannte geologische Formation, das einzige abbauwürdige Vorkommen von Platingruppenmetallen in den USA. Produzent der Edelmetalle ist die Stillwater Mining Company, an der zu 53,5% Norilsk Nickel beteiligt ist.
Der Anfang war lang und steinig
Die Metallvorkommen des Stillwater-Komplexes haben eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Entdeckt wurden hier bereits 1883 Vorkommen von Kupfer, Nickel und Chrom. Seit 1887 existierte eine erste Mine. Sie musste jedoch aufgrund von Rechtsproblemen mit Indianern über den Landbesitz wieder geschlossen werden. Immer wieder untersuchten in den kommenden Jahrzehnten Minengesellschaften die Vorkommen. Doch die niedriggradigen Basismetalle wiesen ein problematisches Erz auf, sodass keines der Vorhaben wirklich von Erfolg gekrönt war.
Dass neben den Basismetallen im Stillwater-Komplex auch Platingruppenmetalle zu finden sind, wurde zuerst in den 1930er-Jahren bei Untersuchungen der International Nickel Corporation (INCO, heute übernommen von CVRD bzw. unter neuem Namen Vale) entdeckt. Sie stellten fest, dass das Vorkommen Ähnlichkeiten mit dem südafrikanischen Merensky-Riff ausweist, einem Vorkommen von Platingruppenmetallen, das in den 1920er-Jahren erforscht wurde. Doch damals war die Exploration noch so schwierig, dass es im Stillwater-Komplex bis 1973 währte, bis der hochgradige Hauptteil des J-M-Riffs von Geologen der Johnson-Manville Corporation gefunden wurde. Aus deren Zusammenschluss mit der Chevron Group und Anaconda Mining Company, die bedeutende Landrechte besassen, entstand ab 1979 dann die Firma Stillwater. Bis 1986 sollte es noch dauern, bis die erste PGM-Mine der USA in Betrieb ging. Doch lange blieb sie nicht allein in deren Besitz. 2003 kaufte sich Norilsk Nickel dort ein.
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