Stillwater hat besonders viel Palladium zu bieten
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 29. Januar 2010, 17:00 Uhr
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Obwohl das J-M-Riff geologische Ähnlichkeit mit den südafrikanischen Vorkommen wie dem Merensky-Riff zeigt, liegt hier jedoch eine andere Verteilung der Platingruppenmetalle vor. Während die südafrikanischen Minen durchschnittlich rund doppelt so viel Platin wie Palladium liefern, liegt das Verhältnis für Stillwater Mining bei 1/3,5 für Platin gegenüber Palladium. Grundsätzlich macht das dieses Unternehmen also schon einmal recht interessant für Anleger, die auf Gewinne durch einen steigenden Palladiumpreis setzen wollen. Zudem ist der Anteil der Basismetalle am Ergebnis so gering, dass diese hier nur als Beiprodukte ausgewiesen werden.
Das Unternehmen lief nicht immer gut
In den vergangenen Jahren machte die Aktie ihren Anlegern aber nicht besonders viel Freude. Immer wieder gab es Probleme mit hohen Kosten, Streiks und nicht erfüllten Produktionsmengen. Regelmäßig wurden Verluste geschrieben, eine hohe Kreditbelastung war die Folge. Richtig dramatisch wurde die Lage, als GM als wichtigster Kunde insolvent wurde. Die Ängste an der Börse waren groß, dass Stillwater dieser Einbruch möglicherweise große Probleme bereiten würde.
Wird der Turnaround gelingen?
Doch das Unternehmen machte seine Hausaufgaben. In den vergangenen Quartalen konnten die Kosten gesenkt werden, die Produktion wurde verschlankt. Die ehemals belastenden Vorwärtsverkäufe wurden abgebaut. Neue Verträge mit der Automobilindustrie wurden geschlossen. Der Kreditbelastung steht eine enorm hohe Lebensdauer der Ressourcen gegenüber, die bei aktuellem Produktionsvolumen voraussichtlich noch weit über 100 Jahre reichen werden. Eine Steigerung der erzeugten Platin- und Palladiummengen ist daher bei guter Wirtschaftslage möglich. Dazu trägt auch das zweite Standbein bei, das Recycling von Sekundärmetallen aus gebrauchten Katalysatoren und Elektronikschrott.
Der Chart zeigt einen riesigen doppelten Boden
Die Aktie brachte in der Finanzkrise eine brutale Abwärtsbewegung hinter sich. Von 22 US-Dollar ging es in weniger als einem Jahr herunter bis auf 2 US-Dollar. Wie meist an der Börse war jedoch auch bei Stillwater Mining der Boden nahe, als die Furcht vor der Zukunft am größten war. Inzwischen hat sich die Aktie bereits wieder gut erholt. Der Langfristchart zeigt nun ein sehr interessantes Bild:
Während jede Kursrallye seit 2003 im Zuge der langen Seitwärtsbewegung schnell erstickt wurde, war die Aktie eine Qual für einen Langfristanleger. Interessant zeigt sich jetzt jedoch nicht so sehr die obere Grenze der Range, sondern deren untere. Es hat sich ein riesiger doppelter Boden gebildet. Sollte das möglicherweise eine solide Basis bilden, dass die Aktie nach der langen Zeit aus der Seitwärtsrange ausbrechen kann?
Die Finanzkennzahlen zeigen Hoffnung auf eine Trendwende
Auch die Zahlen haben sich verbessert. Die Produktion lag 2009 über den Erwartungen, meldete das Unternehmen Anfang Januar. Zwar erzielte Stillwater 2009 noch einen geringen Verlust, aber 2010 erwarten Analysten wieder schwarze Zahlen, für 2011 wird das KGV aktuell auf 10,09 geschätzt, ein im historischen Vergleich recht günstiger Wert. Ob das bereits ausreicht, um Stillwater Mining als aussichtsreiche Anlage auf einen steigenden Palladiumpreis zu betrachten, werden unsere weiteren vergleichenden Untersuchungen zeigen. Natürlich darf ich Ihnen aber hier im Nebenwerte Daily keine Empfehlung zu diesem Titel geben. Diese erhalten Sie als Leser z.B. der Börsenbriefe Wahrer Wohlstand oder Value Investor.
Nun wünsche ich Ihnen erst einmal ein erholsames Wochenende nach den jüngsten turbulenten Tagen. Bis Dienstag, herzliche Grüße,
Ihre Daniela Knauer
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