Steigende Milchpreise
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 16. August 2007 07:30 Uhr
ENL5454
*** Ein Leserbrief
“Wen kümmert’s! Heute macht das alles nichts mehr aus. Banken sollten so viele risikoreiche Kredite ausstellen, wie sie nur können. Niemand wird je zur Verantwortung gezogen werden, denn die Zentralbank wird immer zur Hilfe eilen, um den dummen Banken den Tag zu retten genauso wie den noch dümmeren Hedgefonds und den allerdümmsten Investoren.
Sie predigen und praktizieren in Ihrem Newsletter immer noch die altmodische Theorie der Verantwortlichkeit. Vergessen Sie’s! Das ist längst passé! Tauchen Sie ein. Eröffnen Sie einen Hedgefonds, gründen Sie einen Hypothekenbrokerdienst oder eine Bank. Wenn es richtig in die Hose geht, dann wird die Zentralbank kommen und die Sache übernehmen. Stellen Sie Hypotheken ohne Rücklagen, ohne Prüfung der Kreditwürdigkeit und ohne Einkommensnachweis aus. Verkaufen Sie diese dann an die Zentralbank. Lassen Sie die Zentralbank die Nächte durcharbeiten, während sie friedlich mit all ihren Gewinnen zu Bett gehen. Die Geduld der amerikanischen Steuerzahler ist grenzenlos, ihre Taschen haben keinen Boden und dieser Hosenboden hat kein Problem damit, wenn man ihn für Verbrechen versohlt, die er nicht begangen hat.“
Und wirklich... ich gehe hier meinen eigenen Weg. Ich habe heute morgen nachgesehen und festgestellt, dass die Zentralbanken auch weiterhin mehr Geld in das System pumpen. Sie halten die Liquidität im Fluss, damit die Party weitergehen kann. Am Montag hat die EZB weitere 47 Milliarden Dollar an Krediten freigegeben. Und die Bank of Japan hat auch mehr Geld in Umlauf gebracht.
*** Steigende Milchpreise
Die Milchpreise befinden sich in der Nähe von Rekordwerten.
Der Preis für Milch ist in den vergangenen sechs Monaten um fünfzig Cent gestiegen. Und mit den steigenden Einkommen in Fernen Osten steigt auch die Beliebtheit von Milchprodukten.
“Starbucks wird als ein Symbol des Erfolgs angesehen“, sagt der Präsident von Starbucks in China, Jinlong Wang.
Aber die Schuld für die hohen Milchpreise kann nicht allein auf den Schultern der Latte Macchiato und Cappucchino trinkenden Chinesen lasten ... die Hauptschuld sollte man wohl dem größten Schwindel, den Amerika in Jahren erlebt hat, zuschreiben: Ethanol.
*** Zu wenig Platz
„Einer der auffallendsten Unterschiede zwischen Europa, ganz besonders Frankreich und Amerika ist der Mangel an Platz für den Einzelhandel“, stellte ein aufmerksamer Besucher kürzlich fest. In der Heimat gibt es, ganz egal wo man hingeht, überall Malls, Einkaufszentren, Geschäfte ... und noch mehr Geschäfte. Hier gibt es nur diese kleinen Läden ... und gelegentlich ein kleines Einkaufszentrum. Nicht wie in den Vereinigten Staaten. Und diese Läden sind auch noch oft geschlossen. Man hüte sich davor zwischen Mittag und zwei Uhr ... oder nach sechs Uhr noch etwas kaufen zu wollen.
“Ich habe eine Statistik gesehen. Die Vereinigten Staaten haben ungefähr zehnmal so viel Verkaufsfläche pro Person. Ich weiß nicht, warum es so ist. Es ist wohl einfach ein Teil der Kultur. Wir gehen einkaufen, wenn wir etwas brauchen. Wir lagern nichts. Wir bauen keine Lebensmittel an. Ich bin erstaunt über die Gärten hier ... in der Normandie scheint jeder einen Garten hinter dem Haus zu haben. Ich vermute, sie fahren mit ihren Fahrrädern nur in die Stadt, um zum Bäcker oder zum Metzger zu gehen. Viel mehr brauchen sie nicht. Deswegen verbrauchen sie wohl auch weniger Treibstoff. Sie müssen nicht jeden Tag herumfahren, und alles suchen.“
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