Steht der Dow Jones 2016 bei unter 1.000?
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 9. August 2010, 13:00 Uhr
ENL5462
ich befinde mich derzeit noch im Urlaub. Erst am 10. August lande ich (hoffentlich) wieder sicher auf deutschem Boden.
Kennen Sie Robert Prechter?
Robert Prechter ist studierter Psychologe, US-Finanzanalyst und ein typischer Dauer-Pessimist.
Er ist zudem Elliott-Wellen-Anhänger und hat maßgeblich an der Verbreitung und Weiterentwicklung dieser Theorie in den letzten Jahren beigetragen.
Bereits im Jahr 2002 wurde auf diese Weise von Ihm die Finanzkrise prognostiziert.
In einem Zeitungs-Interview mit der "New York Times" soll er kürzlich eine neue Prognose abgeliefert haben. Laut Prechters Berechnungen werden an der Börse in den nächsten zwei Jahren Auf- und Abwärtsbewegungen zu sehen sein, in der Tendenz geht es aber bereits nach unten. Ab 2012 sieht er dann den großen Absturz kommen und das Finanzsystem im Jahre 2016 endgültig am Ende.
2016 gehen die Lichter aus, das weltweite Finanzsystem wird kollabieren. 90 Prozent der Börsenkurse werden vernichtet sein", so Prechter in dem Interview. Den Dow Jones sieht er 2016 auf unter 1.000 Zähler.
Kürzlich las ich gleich zwei Artikel, die dieses Interview aufgriffen.
Der eine Artikel wurde von Herrn Stefan Hofmann von Stock-World verfasst, der dazu angibt: Was ich davon halte? Nichts!"
Genau wie ich glaubt er nicht, dass man das Kursgeschehen seriös über mehrere Jahre hinweg vorhersehen und prognostizieren kann.
Der zweite Artikel stammt aus der Feder meiner Verlags-Kollegin Cindy Bach, die für den ebenfalls kostenlosen Newsletter Insider Daily" schreibt.
Ihren Artikel können Sie hier nachlesen.
Elliott-Wellen-Analysen von heute können morgen schon veraltet sein
Ich habe sogar das Buch Das Elliott-Wellen-Prinzip" gelesen, welches von Alfred J. Frost in Zusammenarbeit mit besagtem Robert Prechter geschrieben wurde.
Dennoch ist meine Meinung zu solchen Experten-Aussagen:
An der Börse werden wir weiterhin nur mit Wahrscheinlichkeiten handeln. Und eine heute erstellte Elliott-Wellen-Analyse kann morgen schon einer Anpassung bedürfen oder komplett über den Haufen geworfen werden müssen.
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