Startschuss für Jatropha-Plantage erfolgt
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Rohstoffe
vom 7. November 2011, 12:00 Uhr
ENL5454
Thema Jatropha.
Startschuss erfolgt - ich bin in Namibia und habe letzte Woche die von mir geplante Jatropha-Plantage gestartet.
In den letzten Tagen haben wir (drei Arbeiter und Ihr Autor) einige Hundert Jatropha-Pflanzen gesetzt. Nun muss abgewartet werden, bis die in der Baumschule gezogenen Setzlinge noch etwas größer sind, zum Auspflanzen. Voraussichtlich im Januar soll dann der nächste Schub erfolgen.
Und bevor mich wieder böse Zuschriften erreichen: NEIN, ich nehme niemandem das Land weg. Es wurde zuvor keineswegs landwirtschaftlich genutzt, sondern es handelte sich um recht trockenes, verbuschtes Land. Es gab dort einige Bäume, welche ich natürlich stehen lasse. Die Jatropha-Pflanzen können den Boden sogar aufwerten, wenn später die Press-Reste der Nüsse als natürlicher Dünger genommen werden. Zudem möchte ich mit dem Anbau von Stickstoff bindenden Pflanzen zwischen den Jatrophas etwas experimentieren.
Die Baumschule benötigt Wasser - das liefert ein Bohrloch. Betrieben wird es per Solarenergie. In der Region liegt die Arbeitslosenquote übrigens bei rund 51%. Die drei Arbeiter sind deshalb auch sehr glücklich, an dem Projekt mithelfen zu können.
Insofern hoffentlich eine "win-win"-Situation (so heißt es ja wohl auf neudeutsch) für alle Beteiligten. Abwarten!
Übrigens ist in Namibia (in Walfis Bay) gerade ein neues Dieselkraftwerk eingeweiht worden. Anstelle fossiler Brennstoffe wäre es nicht verkehrt, wenn Jatropha-Öl als Input genutzt werden könnte. Auch hier gilt: Abwarten!
Für heute noch einige Fotos...ich bin wirklich "platt", körperliche Arbeit bei 35-38 Grad Celsius gegen Mittag bin ich nicht unbedingt gewohnt. Abends dann noch die Analysen und das Schreiben - und danach ein Schlaf wie selten, tief und durchgehend. Hat was.
So sieht sie aus - die Jatropha-Pflanze. Hier eines der ersten gepflanzten Exemplare
Beim Auspflanzen - gegen Abend, wenn es angenehmer ist
Mit sonnigem Gruß!
Ihr
Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Trader´s Daily
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Blättler (07.11. 2011 12:09 Uhr):
super, weiter so!!
Antworten - Kommentar von Jürgen (07.11. 2011 12:13 Uhr):
Es ist schon super was sich in einem unfruchtbaren gebiet so machen läst Toll! Jürgen
Antworten - Kommentar von Dr Dieter D Beierlein (07.11. 2011 13:32 Uhr):
Lieber Michael Vaupel! Ich darf SIE zum Start Ihrer Jatropha-Plantage in Namibia sehr herzlich beglueckwuenschen, ein erstklassigen Projekt, am richtigen Ort und vorallendingen zur richtigen Zeit...! Die Weltbevoelkerung zaehlt sicherlich schon wesentlich mehr als 7 Milliarden Menschen, das Klima veraendert sich definitiv, Weltweahrungen weichen sukzessive auf, zwischen Oktober 2012 und Mai 2013 wird der Erdenplanet gut durchgeschuettelt, wobei Namibia an einem strategisch sehr guten Ort liegt! Auch heutzutage muss es noch unorthodoxe Pioniere, wie Sie es sind, geben, deshalb ein wahres Halleluja auf Sie, Ihre Familie und Mitarbeiter! Die einzige Empfehlung die ich dazu geben kann, ist, legen Sie das Projekt wirtschaftlich als, COOPERATION an, damit die bei- und fuer Sie arbeitende Bevoelkerung/Einheimische auch gerecht mit partizipieren kann...!!! Mit herzlichen Gruessen Ihr Dr.Dieter D.Beierlein - Schweiz
Antworten - Kommentar von Hellmut Lempp (07.11. 2011 15:57 Uhr):
Für meine 'Vor-Kommentatoren': Es gibt in Namibia eine hohe und stets wachsende Anzahl privater Projekte dieser Art. Besonders einfallsreich sind viele der deutsch-sprechenden Farmer mit - z.B. - Jojoba-Öl-Anpflanzungen, Mini-Kraftwerken für die Eigenversorgung aus Solar- oder Windenergie u.v.m. Im Amboland (im Norden) baute in den Neunziger Jahren eine kleine Bremer Hilfsorganisation 'Sonnenöfen' zum Kochen für die dortige Bevölkerung. Was allerdings nicht ganz alltäglich ist: daß ein Fremder, noch dazu aus der Finanzwelt, solch ein Projekt ins Leben ruft ! Für Herrn Vaupel: Es wäre schon interessant zu erfahren, WO Sie Ihre Plantage haben ?! Und auch, wie groß sie ist. Apropos 'gute alte AZ': deren Chefredakteur war mein Vater während der Fünfziger-Dekade Herzliche Grüße, und weiterhin viel Erfolg ! Hellmut Lempp
Antworten - Kommentar von Peter Reichmann (07.11. 2011 21:28 Uhr):
Lieber Herr Vaupel, ein faszinierendes Projekt. Viel Erfolg!!!
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