Starker Euro ganz im Sinne der USA
Profit Radar
vom 15. Februar 2011, 19:00 Uhr
ENL5454
Gleichzeitig ist ein starker Euro ganz im Sinne der Amerikaner. Obama will den eigenen Exportsektor aggressiv fördern. Das ist auch logisch. Der eigene Binnenmarkt liegt am Boden. Also muss das Wachstum extern generiert werden - über den Export. Und dafür braucht man eine schwache Währung.
Und dann sind da noch die Asiaten, allen voran China. Inzwischen ist nicht mehr die USA, sondern Europa der wichtigste Absatzmarkt für chinesische Exportartikel. China hat also auch keinerlei Interesse daran, dass sich die Krise in Europa verschärft.
Auf der anderen Seite ist auch ein zu starker Euro nicht willkommen, denn das wäre schlecht für die deutsche Wirtschaft, die ja bekanntlich das Rückrat der europäischen Wirtschaft ist. Also ziehen auch hier Deutschland, China und die USA an einem Strang. Die Folge: Wir werden in 2011 einen stärkeren Euro sehen, der aber nicht zu stark nach oben ansteigen dürfte.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi