Stada-Insider verkauft gewinnbringend Aktien

Katja Sell in Insider Daily zum Thema MDax
vom


beim Pharmakonzern STADA wurde in der Chefetage vor kurzem erst einmal Kasse gemacht. Aufsichtsratsmitglied Eckhard Brüggemann trennte sich im Mai gewinnbringend von einer Tranche Stada-Aktien. Im Oktober 2011, als sich die Stada-Aktie im Sinkflug befand und neue Jahrestiefststände erreichte, erwarb Herr Brüggemann ein Aktienpaket von 3.000 Stada-Aktien zum Stückpreis von 14,73 Euro. Da sich der Aktienkurs der Stada-Aktie aktuell erholt hat, dachte sich der Firmenlenker, dass es an der Zeit sei, einen Teil des Aktienpakets zu versilbern.


Auf das Timing kommt es an

Eckhard Brüggemann verkaufte am 22.05.2012 eine Tranche von 1.000 Stada-Anteilsscheine zu einem Stückpreis von 25,45 Euro je Aktie, was ihm ein stolzes Sümmchen von 25.447 Euro in die Kasse spülte. Der Verkauf bescherte ihm einen Gewinn von 10.720 Euro, denn vom Kaufdatum im Oktober 2011 bis zum Verkaufsdatum am 22.05.2012 kletterte der Kurs der Stada-Aktie um 72,77 Prozent. Damit bewies das Aufsichtsratsmitglied seiner Zeit genau das richtige Gespür für eine gute Geldanlage.

Experten meinen: Stada wird weiter aufwärts klettern

Allerdings hat Herr Brüggemann einen Teil des Tafelsilbers mit der Hoffnung auf einen weiter steigenden Kurs der Stada-Aktie im Depot behalten. Weiteres Potenzial sehen auch die Experten der Platow-Börse. Hier war kürzlich folgende Einschätzung zum Pharmakonzern aus Bad Vilbel zu lesen: "Die vorgelegten Quartalszahlen von Stada lösten an der Börse keine Begeisterung aus. Der Generikahersteller sprach zwar von einem 'exzellenten Start', doch gilt dies nur für die bereinigten Kennzahlen. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand indes auch beim ausgewiesenen Konzerngewinn eine 'sehr deutliche Steigerung', wenn auch von einer niedrigen Basis aus. Wir bleiben optimistisch, zumal die Aktie unverändert in ihrem seit Oktober bestehenden Trendkanal aufwärts klettert. Wir raten zum Kauf und belassen den Stopp bei 19,75 Euro."

Erstes Quartal durchwachsen - Prognose stimmt zuversichtlich

Die Quartalszahlen von Stada haben Börsianer wirklich nicht umgehauen. Im ersten Quartal erwirtschaftete der Generikahersteller einen Konzernumsatz von 443,4 Mio. Euro, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 6 Prozent entsprach. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 3 Prozent auf 77,3 Mio. Euro. Wegen Sonderbelastungen für den Konzernumbau erlitt Stada allerdings im ersten Quartal einen Gewinneinbruch. Der Überschuss ist um 35 Prozent auf 19,4 Mio. Euro gesunken.

Trotz der Sondereffekte wegen des Restrukturierungsprogramms "Stada - build the future" erwartet Stada beim Konzerngewinn für 2012 eine "sehr deutliche Steigerung im Vergleich zu 2011." Das um einmalige Sondereffekte bereinigten EBITDA hat nach Angaben der Konzernleitung aus heutiger Sicht die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Bis 2014 will Stada einen Umsatz von circa 2,15 Milliarden Euro erreichen und strebt dabei einen Konzerngewinn von rund 215 Millionen Euro an. Auf der Stada-Hauptversammlung, die am gestrigen Mittwoch stattfand, bestätigte die Konzernleitung des Pharmaunternehmens erneut seine Prognose für das laufende Fiskaljahr.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Börsentag.

Katja Sell


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