Staatliche Geldverschwendung / Leserfrage beantwortet
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 13. August 2010, 16:00 Uhr
ENL5462
zumindest diesen Eindruck bekommt man heutzutage immer wieder, wenn man manch einen Vorgang verfolgt.
Aktuelles Beispiel: Die GEZ und ihre eingetriebenen Gebühren (manch eine böse Zunge spricht hier bekanntlich ja auch von "Schutzgeldern"...).
Versuchte man erst kürzlich seitens der GEZ noch, TV-Gebühren von einem toten Dackel abzupressen, erschien nun ein interessanter Artikel, wo das ganze Geld, d.h. auch Ihres, sofern Sie GEZ-Opfer sind, im öffentlich-rechtlichen Rundfunkbereich unter anderem so verschwindet.
Wie die "Welt online" berichtet, verdienen Intendantinnen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sogar mehr als Bundespräsident Wulff!
Doch das ist nur ein Beispiel einer nahezu endlos anmutenden Reihe von Verschwendungen und Zuschiebereien von Steuergeldern (mehr dazu habe ich im Medienblick im zweiten Artikel der heutigen Ausgabe für Sie aufgelistet).
Viel verdienen würde sicher später auch gerne der ein oder andere Berufsanfänger. Angeblich seien die Chancen ja gut, denn die deutsche Wirtschaft weint ja schon wieder medial wirksam über den angeblichen Fachkräftemangel im Aufschwung.
Dumm nur für den Berufseinsteiger, dass hier offenbar ganz andere Gründe dahinter stecken, wie ein einfacher Blick in die Medien nahe legt.
Nach Lektüre des Artikels könnte man sich fragen, ob es am Bildungssystem bzw. zunehmender systematischer Verblödung junger Generationen in der BRD liegt? Oder nur ein zynischer Plan der Wirtschaft, noch mehr Arbeitskräfte auf den deutschen Markt zu holen, die bereit sind für deutlich niedrigere Löhne und schlechtere Bedingungen zu arbeiten und damit die Lohnlevel in Deutschland weiter systematisch abzudrücken? Oder eine Mischung aus beidem?
Ich selbst weiß dies natürlich nicht, doch erscheint mir das Gejammer vom Fachkräftemangel aktuell mehr als verdächtig.
Leserfrage zum Thema "Kommentare bei Publikationen des Investor Verlags"
Kürzlich erhielt ich die folgende Leserfrage:
Sehr geehrter Herr Hahn,
Einer Ihrer Kollegen schrieb in seinem Daily vor einigen Tagen:
"Ich möchte noch kurz darauf hinweisen, dass sich der Verlag vorbehält, Kommentare nicht freizugegeben, wenn
- jugendgefährdende Texte
- politisch unkorrekte Texte
- unsachliche Beschimpfungen
- Werbung
platziert wird."
Ich halte dies für sehr bedenklich, "politisch unkorrekte" Texte zu zensieren und ging bisher immer davon aus, dass man beim Investor Verlag wert auf eine offene Berichterstattung legen würde. Ist das nicht mehr so?
Kurz und direkt: Würden beim Investor Verlag politisch unkorrekte Texte zensiert, wäre ich sicher schon länger nicht mehr für diesen Daily verantwortlich (und höchstwahrscheinlich auf Jobsuche). Ich denke, was der Kollege hier meinte ist, dass "extremistische Texte" (etwa "brauner Schwachsinn") nicht freigegeben werden. Die Formulierung war wohl lediglich etwas unglücklich.
Es besteht aus meiner Sicht somit überhaupt kein Grund, sich hier Sorgen zu machen. Sollten Sie einmal das Gefühl haben, einer Ihrer Kommentare wurde zu Unrecht nicht freigeschaltet, seien Sie doch bitte so nett und teilen Sie mir dies mit. Gerne kümmere ich mich dann darum und gehe der Sache nach.
Was den Investor Verlag angeht, kann ich aber nur sagen, dass ich hier die Freiheit habe, unzensiert zu schreiben und mich nicht an gewisse "ungeschriebene Gesetze" halten muss, wie es in zahlreichen Redaktionen der Massenmedien wohl immer mal wieder üblich ist, um verschiedenen "speziellen Interessen" (etwa gut betuchten Anzeigekunden) zu gefallen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Zuschriften von Ihnen. Wenn es keinen handfesten (meist gesetzlichen) Grund gibt, wird nichts zensiert.
Und das wird sich auch nicht ändern.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Norbert Ott (13.08. 2010 16:44 Uhr):
Sehr geehrte Damen und Herren, nicht nur von einem toten Dackel werden GEZ-Beiträge abgepresst, auch meinem seit 2 Jahren verstorbenen Vater werden noch Beiträge abgebucht. Obwohl die Herrschaften eine Sterbeurkunde erhalten haben und die Einzugsermächtigung per Einschreiben widerrufen wurde, hält sie das nicht ab, weiter munter Gebühren abzubuchen. Mit freundlichen Grüßen Norbert Ott
Antworten - Kommentar von Oliver Gengenbach (13.08. 2010 17:57 Uhr):
Hallo - so langsam kann ich verstehen, dass viele Deutsche lieber im benachbarten Ausland leben wollen. Germania, quo vadis?
Antworten - Kommentar von Wolfgang Ruf (13.08. 2010 22:10 Uhr):
Guten Tag Herr Hahn, wenn Sie mokieren, dass ein Teil des Geldes für Gehälter von Intendanten usw. ausgegeben wird in der Höhe des Gehalts eines Bundespräsiden- ten, so können Sie das so betrachten. Informativer wäre es gewesen, Sie hätten auch die Gehälter der privaten Fernsehanstalten mit angezogen. Auch diese fallen nicht vom Himmel sondern werden prinzipiell von derm selben Personenkreis gezahlt wie die Rund- funkgebühren, nämlich vom Verbrau- cher. Mit freundlichem Gruß Wolfgang Ruf
Antworten - Kommentar von reuter (13.08. 2010 23:50 Uhr):
hoffe das das beim investor verlag mit dem freien schreiben so bleibt, denn stasi 2.0 vergisst nix
Antworten - Kommentar von Alfred Herzig (14.08. 2010 23:43 Uhr):
Alles, was aus dem rechten Eck kommt, ist "braun" und "Schwachsinn", wie Sie schreiben. Alles, was aus dem linken Eck kommt, ist demnach rot und die reinste Intelligenz, vor allem in Wirtschaftsfragen. Damit stimmen Investoren weltweit ja überein.
Antworten- Antwort von Alexander Hahn (15.08. 2010 17:13 Uhr):
Guten Tag Herr Herzig, mir ging es um extremistisches Gedankengut, als ich auf "rechts" verwies. Darunter verstehe ich primär "Thesen", die die Schuld etwa pauschal bei bestimmen Konfessions- und Volksgruppen suchen. Überhaupt nichts einzuwenden ist gegen eine gesunde konservative Ansicht der Dinge, die gerade im deutschen Parteienfeld ja so gut wie nicht mehr vorhanden ist, da sich die CDU in vielen Bereichen auch schon sehr stark nach links bewegt hat. Kurz und knapp: Ich denke, das hier ist viel differenzierter zu sehen als "links=schlau", "rechts=doof". Solche Parolen werden zwar gerne verbreitet, aber meinen Artikel möchte ich keinesfalls in diese Richtung verstanden wissen, denn so war er definitiv nicht gemeint. Beste Grüße Alexander Hahn
- Antwort von Alexander Hahn (15.08. 2010 17:13 Uhr):
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