Sparen Sie Zinsen
Von Georg Pröbstl in Investoren Wissen
vom 25. Oktober 2005 16:00 Uhr
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Immer mehr Bundesbürger gehen pleite. Nach Angaben der Creditreform stieg die Zahl der Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr um 18,9 % auf 43.900 Fälle. Darunter sind 29.000 Bürger, die als Verbraucher Konkurs anmelden mussten.
Meist sind an der Pleite der Verbraucher zu hohe Zinszahlungen für aufgenommene Kredite schuld. Das ist bei der Entwicklung der Verbraucherkredite auch nicht anders zu erwarten. Denn das Volumen der ausgegebenen Verbraucherkredite stieg nach Angaben des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen vzbv jetzt auf einen neuen Rekordwert von 999 Milliarden € – das ist rund eine Billion.
Wie der vzbv weiter meldet, sind in Deutschland inzwischen 3 Millionen Haushalte überschuldet. Dabei werden vielen Kunden Kredite von den normalen Banken pauschal verweigert. Um überhaupt an Geld zu kommen, müssen sie bei Kredithaien hohe Zinsen zahlen. Andere drücken die hohen Sätze wegen ihrer schlechten Bonitätseinstufung bei Geschäfts- und Filialbanken ab.
Sie zählen hoffentlich nicht dazu und können Ihren Kreditgeber und damit die Zinssätze relativ frei wählen. Trotz der derzeit generell niedrigen Zinsen lohnt sich ein Vergleich der einzelnen Institute allemal. Denn beim Kredit können Sie viel sparen.
Beispielsweise gibt es den billigsten Ratenkredit mit einer Laufzeit von 48 Monaten ab 5,52 % effektivem Zins pro Jahr bei der CreditPlus Bank AG in Stuttgart einer Tochter der Credit Agricole (www.credit-discount.de). Bei vielen Geschäftsbanken ist der Kredit bei einem effektiven Jahreszins von 9 % und mehr fast doppelt so teuer.
Bei einem Kredit über 15.000 € zahlen Sie so in 4 Jahren beim billigsten Anbieter rund 1.700 € bei vielen Geschäftsbanken insgesamt mehr als 3.000 € an Zinsen.
Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall bei der Überziehung des Girokontos. Denn auch beim Dispokredit weichen die Banken mit ihren Konditionen ziemlich weit voneinander ab. Bei ING Diba (www.ing-diba.de) kostet die vereinbarte Überziehung des Girokontos ab 8 % im Jahr, die geduldete Überziehungen über das Limit hinaus 12 %.
Viele Geschäfts- oder Filialbanken verlangen deutlich mehr. Geld im Rahmen des Kreditlimits kostet dann oft 12 %, die geduldete Überziehung des Kontos teilweise mehr als 18 % Zins im Jahr. Die Zinsersparnis bei 10.000 € Miesen auf dem Girokonto liegt dann zwischen 400 und 600 € pro Jahr.
Auch bei Baugeld können Sie richtig sparen. Für ein Darlehen ab 100.000 € und einer Laufzeit von 10 Jahren berechnet die CC Bank (www.cc-bank.de) beispielsweise nur 3,53 % effektiv pro Jahr. Einige Institute verlangen über 4 %. Zinsersparnis insgesamt in 10 Jahren: Mehr als 5.000 €.
Die günstigen Angebote sind nicht selten nur via Internet buchbar. Auch sind sie oft an spezielle Voraussetzungen wie eine bestimmte Kredithöhe gebunden. Achten Sie auch auf die Gebühren. Denn nicht alle werden bei der Berechnung der effektiven Zinsen berücksichtigt.
Wie die wenigen Rechenbeispiele aber zeigen, sollten Sie vor der Aufnahme eines Kredits immer verschiedene Anbieter vergleichen. Das gesparte Geld investieren Sie regelmäßig besser in gute Aktien oder Fonds.
Tipp:
1) Attraktive Konditionen für Ratenkredite gibt es zum Beispiel auch noch bei der Norisbank (www.easycredit.de) oder bei Cosmos Direkt (www.cosmosdirekt.de).
2) Günstige Dispokredite bieten neben ING Diba unter anderem die DKB Deutsche Kreditbank (www.dkb.de), die Ethikbank (www.ethikbank.de) oder die Weberbank Privatbankiers (www.weberbank.de).
3) Unter anderem sind bei folgenden Banken Hypotheken besonders billig: Commerzbank (www.commerzbank.de), Cosmos Direkt (www.cosmosdirekt.de) oder Volkswagen Bank direkt (www.volkswagenbank.de).
4) Günstig an Geld kommen Sie auch über einen Wertpapierkredit wenn Sie Aktien oder Anleihen im Depot haben. Weberbank Privatbankiers beispielsweise berechnet hier 4,75 %, die Badische Beamtenbank (www.bbbank.de) nimmt 5,40 % und Cortal Consors 5,95 % Zins pro Jahr.
Noch ein Hinweis in eigener Sache:
Sie sollten sich den 18. und 19. November vormerken. Dann nämlich öffnet die größte Edelmetallmesse Europas in München ihre Pforten.
Am 18. und 19. November wird in der Event-Arena (ehem. Radsportstadion) im Olympiapark München die erste Internationale Fachmesse für Edelmetalle und Rohstoffe stattfinden.
Die Veranstalter, GoldSeiten.de und die ArgentumInvest GmbH, präsentieren neben 40 Minengesellschaften aus aller Welt auch die größten Edelmetallbarren- und Münzenproduzenten Deutschlands und Österreichs. Die Umicore AG (ehem. Degussa) wird als Premiere ihre neuen Edelmetallbarren mit geändertem Logo präsentieren. Eine weitere Hauptattraktion der Veranstaltung ist der 1.000 Unzen Goldphilharmoniker der Münze Österreich (Leihgabe von pro aurum München), der bereits letztes Jahr für großes Aufsehen in der Fachpresse sorgte.
Überdies finden im großen Vortragssaal der Event-Arena Fachvorträge von international anerkannten Kapazitäten aus dem Edelmetall- und Rohstoffsektor statt. Neben Dr. Kurt Richebächer werden Jim Willie, Uwe Bergold, Markus Mezger, Rainer Meier, Dr. Markus Stahl, Eike Hamer und Folker Hellmeyer sprechen. Jean-Pierre Schumacher wird zu Beginn der Veranstaltung als langjähriger Freund und Geschäftspartner eine Hommage an die kürzlich verstorbene Goldlegende Ferdinand Lips halten.
Im zweiten Vortragsraum werden Workshops mit Goldmarkt-Autoritäten wie u.a. Herrn Dr. Bruno Bandulet (G&M Intelligence), Herrn Johann A. Saiger (Goldbrief und Goldminen-Spiegel) und Prof. Hans Bocker (Autor "Das Gold-Dossier") sowie mit vielen anderen Spezialisten aus der technischen, fundamentalen sowie astrologischen Analyse stattfinden. Podiumsdiskussionen zu den Themenkomplexen Edelmetallminenfonds und Uranminenaktien als Investment werden ebenfalls dort abgehalten werden.
Eine Mineraliensammlung der Universität Halle, die Möglichkeit des Edelmetallkaufs bei verschiedenen Händlern, sowie die Angebote von Fonds und Finanzdienstleistern runden die Veranstaltung für jedermann ab.
Die Eintrittskarten können Sie vor Ort kaufen. Die Eintrittspreise liegen bei 12 Euro für Freitag, 8 Euro für Samstag und 15 Euro für beide Tage. Die Messe ist täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. 3.500 Parkplätze stehen im Olympiapark für die Besucher zu 3,50 Euro am Tag bereit. Weitere Informationen wie auch den Ablaufplan der Veranstaltung finden Sie unter der Website www.edelmetallmesse.com.