Sparen Sie sich den Ausgabeaufschlag bei Fonds
Von Georg Pröbstl in Investoren Wissen zum Thema Fonds
vom 20. Dezember 2005 16:00 Uhr
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Endlich! Börse ist wieder gefragt. Otto Normalanleger hat die Aktie wiederentdeckt. Das treibt die Kurse. In den letzten 2 Monaten stieg beispielsweise der Deutsche Aktienindex DAX um 11 %. Und Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen, kaufen Fonds.
Fonds – höchster Mittelzufluss seit 2001
Nach Angaben des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. investierten die Privatanleger in Deutschland mit 2,4 Milliarden € im November soviel in Aktienfonds, wie seit 2001 nicht mehr. Insgesamt flossen der deutschen Fondsbranche in den ersten 11 Monaten diesen Jahres 76,7 Milliarden € netto zu. Im selben Vorjahreszeitraum waren es nur bescheidene 24,3 Milliarden €.
Nach Angaben des Verbandes liegt das verwaltete Fondsvermögen damit bei unglaublichen 1151,8 Milliarden €.
Vielleicht haben auch Sie sich in den letzten Wochen oder Monaten den einen oder anderen Fonds gekauft. Vielleicht wollen Sie in kürze einsteigen. Dann haben Sie sich bestimmt schon bei dem einen oder anderen Fonds über den hohen Ausgabeaufschlag von 5 % oder sogar noch mehr geärgert.
Wussten Sie, dass Sie den Ausgabeaufschlag nicht immer bezahlen müssen?
Fondshandel an der Börse oft billiger
An der Börse Berlin Bremen können Sie nämlich eine Menge Publikumsfonds ohne Ausgabeaufschlag handeln. Konkret: Ab Freitag sind es insgesamt 2500. Statt eines Ausgabeaufschlags beim Kauf gibt es dort ähnlich wie beim Aktienkauf einen Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Nach Angaben der Berliner Börse liegt dieser je nach Fonds etwa im Bereich zwischen 0,4 und 1 %.
Für Sie bedeutet das Bare Münze. Ein Beispiel: Angenommen, Sie wollen für 5000 € einen Fonds kaufen. Bei Ihrem Wunschfonds beträgt der Ausgabeaufschlag normalerweise 5 %. Bei Kauf über die Fondsgesellschaft wären also 250 € Ausgabeaufschlag fällig. Selbst mit Rabatt, den einige Banken einräumen, müssten Sie sicher noch 150 € oder 200 € Aufschlag berappen.
An der Berliner Börse kostet das ganze deutlich weniger: Je nach Spread sind dort nämlich inklusive Bankgebühren und Courtage nur etwa 60 € oder 70 € fällig. Sie sparen so beim Fondskauf mit einem Volumen von 5000 € immerhin um die 100 €.
In Berlin können Sie börsentäglich Fonds zwischen 9 und 20 Uhr handeln. Bei der Order müssen Sie lediglich als Börsenplatz "Berlin" angeben.
Der Fondshandel an der Börse bietet aber nicht nur einen Preisvorteil: Sie können auch flexibler und schneller handeln. Denn der Makler an der Berliner Börse ist verpflichtet, ständig Kauf- und Verkaufskurse zu stellen und darauf zu handeln.
Und noch etwas: Sie können auch Stopp Orders aufgeben. Geht der DAX wider Erwarten in die Knie, können Sie so noch schnell Ihre Gewinne sichern und automatisch aussteigen.
Tipp:
1) Im Internet unter www.berlinerboerse.de finden Sie nähere Informationen zum Fondshandel an der Börse und jede Menge Statistiken. Auf der Homepage der Berliner Börse bekommen Sie zusätzlich auch noch Einblick in das Orderbuch.
2) Alternativ können Sie vor allem bei Online-Brokern zahlreiche Fonds mit Rabatt oder gar ohne Ausgabeaufschlag kaufen.
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