Spannende EFSF-Geldmarktauktion
Till Kleinlein in Devisen-Monitor zum Thema Ratingagenturen
vom 17. Januar 2012, 08:30 Uhr
ENL5454
vom Tiefschlag der Ratingagentur S&P haben sich die Märkte nur kurz verunsichern lassen, stehen nun wieder ganz aufrecht dar. Auch das zwangsläufige Abstufen des europäischen Rettungsschirms (EFSF) am Abend ließ niemanden mehr erzittern. Ganz im Gegenteil! Der Euro konnte trotzdem die 1,27er-Marke zurückerobern und sich damit weiter vom jüngsten Tief, welches gleichzeitig das 16-Monatstief darstellt, absetzen.
Ganz ohne Wirkung blieb die Aktion der Ratingagentur dennoch nicht, denn die Ausfallversicherungen (CDS) für italienische und spanische Papiere verteuerten sich ein wenig. Die Renditen der Staatsanleihen selbst blieben jedoch nahezu unverändert, was aber nur dank der Käufe durch die EZB ermöglicht wurde. Gespannt blicken die Anleger heute auf die Geldmarktauktion des gestern abgestuften EFSF-Rettungsschirms. Wie viel teurer wird nun die Refinanzierung? Hier darf sich nicht viel tun, sonst könnten die Märkte wieder einknicken. Aber auch auf die Quartalszahlen der US-Finanzwerte (Citigroup, Wells Fargo) und die ZEW-Daten am Vormittag wird genauestens geblickt.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +1,25% |
| Dow Jones: | Kein Handel |
| EuroStoxx50 | +1,01% |
| EUR/USD: | +0,63% |
| Gold: | +0,24% |
| Silber: | +1,39% |
| Öl (Sorte Brent): | +0,36% |