An der Wall Street ist Dr. Martin Weiss eine Institution. Ein unbequemer Analyst, der kritische Fragen stellt, Missstände aufdeckt und Skandale beim Namen nennt.
Martin Weiss in Kapitalschutz Akte zum Thema Finanzkrise
vom
Die vergangene Handelswoche hatte es wahrlich in sich. Nach einer extrem volatilen Berg- und Talfahrt beendete der deutsche Leitindex am Freitag den Handel bei 6579 Zählern.
Dank einer späten Rallye am Freitag gelang es den Bullen noch, das Leitbarometer im Wochenvergleich leicht im Plus schließen zu lassen. Im Wochenverlauf ging es aber zwischenzeitlich mächtig bergab. Das Wochentief lag bei 6375 Zählern.
Technisch angeschlagen
Trotz der späten Erholung am Freitag sieht das charttechnische Bild am deutschen Aktienmarkt immer noch eher eingetrübt aus. Es besteht die Gefahr, dass es in den kommenden Tagen durchaus weiter nach unten gehen könnte. Wichtige Unterstützungen auf dem Weg nach unten sind nach wie vor der Bereich um 6400 bis 6430. Im Anschluss an diese Unterstützungszone sollte der Markt im Bereich um 6200 Unterstützung erhalten. Letztlich ist es aber nicht ausgeschlossen, dass es weiter gen 6000 gehen könnte.
Zuspitzung der Krise
Es ist wahrlich unwahrscheinlich, dass die Börsen vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Lage an den diversen Krisenherden wieder in den Hausse-Modus übergehen werden. Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein. Aus den europäischen Krisenländern kommen alles andere als beruhigende Nachrichten. Ja, die Krise in Südeuropa verschärft sich zusehends. Aussicht auf rasche Besserung ist bei weitem nicht in Sicht.
Spanien in Not
In Spanien musste die zweitgrößte Sparkasse des Landes in einer Blitz-Aktion verstaatlicht werden. Zur Erinnerung, die spanischen Banken leiden massiv unter den Folgen der geplatzten Immobilienblase. Und vom spanischen Immobilienmarkt kommen alles andere als beruhigende Neuigkeiten. Laut der Bewertungsgesellschaft TINSA gaben die Immobilienpreise in Spanien im April um sage und schreibe 12,5 Prozent nach. Und zwar im Vergleich zum Vormonat, zum März 2012! Vom Hoch Ende 2012 aus betrachtet liegt das Minus nunmehr bei rund 30 Prozent. Und ein Ende der Talfahrt ist weit und breit nicht in Sicht.
Griechenland im Chaos
Mit Blick auf das Krisenland Griechenland scheint es nun nach dem Wahlausgang vom Sonntag alles andere als einfacher" zu werden. Äußerst vorsichtig formuliert. Im Gegenteil, in diversen Wahlnachlesen wird insofern schon der Begriff Weimarer Verhältnisse" verwendet. Und das Potenzial für revolutionäre Explosionen ist wahrlich reichlich vorhanden. Wie erst jüngst bekannt wurde, schnellte die offiziell zugegebene Arbeitslosenquote im Krisenland im Februar auf 22,6 Prozent hoch. Gut 1,1 Millionen Griechen sind offiziell als arbeitslos registriert. Ein trauriger Rekord. Noch trauriger stimmt, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland spanische Verhältnisse" erreicht. Und zwar lag die Jugendarbeitslosenquote bei ungeheuerlich hohen 53,8 Prozent. Nochmals sei betont, dass es sich dabei um die regierungsoffiziellen Zahlen handelt. Die wahre Arbeitslosigkeit dürfte höchstwahrscheinlich weit höher liegen.
Fürwahr alles andere als beruhigende Nachrichten.
Es ist wohl wahrlich nicht verkehrt, weiter äußerst defensiv zu bleiben.
- Kommentar von rolf bichsel
spanien in not,..??? vieleicht die staatsfinanzen,und bankbilanzen, aber die spanier- inen,feiern ihre fiestas und brückenwochende, wie e und je, und es fliesst der alkohol,vino tinto olllle.--ich lebe in spanien schon sehr lange seit francoszeiten,und spanien ist ein wunderbarer ort zu leben
Antworten- Antwort von Albert Karl:
Sehr geehrter Herr Bichsel, ob Ihre Meinung auch von den vielen arbeitslosen Menschen und Jugendlichen geteilt wird??? Grüße nach Spanien aus München
- Antwort von rolf bichsel:
hola cerida albert karl,...in spanien existiert eine riesige schattenwirschaft,und die hälfte aller spanier-innen arbeiten in 1-2 jobs schwarz,das erscheint natürlich in keiner statistik,die wirklichkeit ist eine ganz andere als es die medien darstellen,und die ganzen massendemos sind auch ne art spanische fiesta und saufgelalge,was natürlich auch verboten ist,..hier in spanien sucht keiner arbeit sondern ein einkommen,die menschen arbeiten um zu leben, keiner lebt um zuarbeiten,und wer es ohne arbeit schafft hat es geschafft,.. die staatsloterie ist die grosse hofnung der spanier,nicht die arbeit