S&P500 - Mehr Spielraum nach oben UND unten
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 23. Januar 2012, 13:00 Uhr
ENL5454
die Situation beim S&P 500 ist etwas entspannter, als ich sie für den DowJones am Freitag gesehen habe. Während im DowJones die nächsten Widerstände (Hochs aus Mai und Juli 2011) bereits schon nach einem weiteren Kurszuwachs von 0,8 bzw. 1,8 % lauern, hat der S&P 500 bis zum Mai-Hoch noch fast 5 % Platz.
(Quelle: CFX-Broker) S&P500, Candlestick-Chart, 1-Stunden-Kerzen
Auch auf der Unterseite ist, was die Elliott-Wellen angeht, mehr Platz als beim DowJones. Im S&P500 lag das Dezember-Hoch (dunkelgrüne Linie) nicht genau auf dem Niveau vom Hoch im Oktober (hellgrüne Linie). Daher kann hier ein Rückfall bis auf 1.271 Punkte, und damit unter das Hoch im Oktober erfolgen, ohne das Elliott-Wellen-Szenario zu gefährden.
Laut den Elliott-Wellen-Regeln dürfen sich die Wellen 1 und 4 nicht überschneiden. Im S&P500 läuft gerade eine Aufwärtswelle 3. Dabei handelt es sich um eine Unterwelle (blaue Zahlen) einer übergeordneten Welle 3 (schwarze dick umrandete Zahlen). Kommt es nun, ähnlich wie ich es am Freitag für den DowJones erwartete, zu einer Korrekturwelle 4, so darf diese zwar die übergeordnete (dick schwarz umrandete) Welle 1 unterschreiten, nicht jedoch die (blaue) Unterwelle 1.
Hier liegt ein Unterschied zur Elliott-Wellen-Analyse im DowJones vor. Doch auch im S&P500 stellt sich nicht die Frage, ob eine Korrektur kommt, sondern nur wann und wie stark sie ausfällt. Hiervon wird dann das weitere Aufwärtspotential abhängen.