S&P 500 - Was Sie aus dem Handelsvolumen herauslesen können
Robert Schröder in Wave Daily
vom 17. März 2009, 13:00 Uhr
ENL5454
Guten Tag liebe Leser,
beginnen möchte ich heute mit einem Chart von Anfang Januar.
In der Analyse "S&P 500 - Dünnes Handelsvolumen" hatte ich Sie auf die Kurs/Volumen-Divergenzen aufmerksam gemacht.
Wir hatten erkannt, dass der S&P 500 sich bei 931 US$ am Ende der seit Mitte November laufenden Bärenmarktrally befindet.
Begründet wurde das mit dem kontiuierlich nachgebenden Handelsvolumen, welches nicht mit den steigenden Kurs mithalten konnte.
Der Anstieg damals von 750 auf 931 US$ war also nicht nachhaltig. Es fehlten schlichtweg genügend Käufer.
Dass diese Einschätzung richtig war, wissen wir jetzt im Nachhinein.
Das Jahrestief das breiten US-Marktes lag Anfang März bei 667 Punkten.
Wie sieht es heute aus, nachdem der S&P 500 bis gestern um mehr als 16 % zulegen konnte?
Hält das Handelsvolumen den steigenden Kurs mit? Ist das die Wende, auf die wir so lange gewartet haben?
Der Blick auf folgenden Chart beantwortet diese Fragen fast von selbst:
Nein, die jüngste Rally ist m.M. nach nicht als nachhaltig bzw. nicht als Wende nach oben einzustufen.
Auch wenn die Kurs/Volumen-Divergenz hier nicht ganz so eindeutig ist, vermute ich sehr stark, dass hier - mal wieder - etwas faul ist.
Ende Januar/Anfang Februar war das Bild ähnlich.
Zunächst steigt das Volumen bei Aufwärtsspikes zwar stark an. Dann jedoch - noch wenigen Tagen - fällt es wieder merklich zurück.
Nur an Verlusttagen zieht zeigen sich wieder viel Marktteilnehmer!
Was heißt das jetzt konkret?
Da ich die aktuelle Aufwärtsbewegung mit einer Bärenmarktrally beschrieben habe, gehe ich davon aus, dass der S&P 500 in den kommenden Tagen noch Ungemach droht. Auf neue Jahrestief in den kommenden Wochen sollten Sie sich hier zwingend einstellen!

