S&P 500 - Standortbestimmung
Robert Schröder in Wave Daily
vom 29. September 2009, 13:00 Uhr
ENL5454
1. Der S&P 500 hat im März dieses Jahres auf Wochenebene einen 5teiligen Abwärtsimpuls (Welle 1 oder A) beendet. Seitdem läuft eine Gegenbewegung in Form der Welle 2 oder B (Bärenmarktrally). Diese kann aufgrund ihrer internen (dreistelligen) Wellenstruktur keinem neuen Bullenmarkt zugeordnet werden.
2. Das fallende und jetzt sehr geringe Handelsvolumen entspricht nicht dem allgemeinen Tenor einer "Liquiditätshausse".
3. Der Bullish Percent Index (ein Marktbreiten-Indikator) auf den SPX steht mit aktuell 87 % direkt am "Anschlag". Schon ab 70 % gilt ein Markt als "überverkauft". Am Allzeithoch vor zwei Jahren notierte der BPI bei nur" etwa 80 %. Dieses Niveau wird früher oder später abgebaut werden müssen. Im Umkehrschluss wird der S&P 500 stark nachgegen.
Diese drei wichtigen Hauptpunkte deuten stark darauf hin, dass der S&P 500 bald wieder deutlicher in die Gegenrichtung abdrehen und neue Mehrjahrestiefs unter 600 Punkte generieren wird. Bis es soweit ist mit dem Trendwechsel, kann der Index jedoch noch ohne Weiteres die 1.100er Marke bzw. das 50 % Fibonacchi-Korrektur-Retracements bei 1.120 Punkten kurzzeitig erreichen und zurückerobern. Dort wird die Luft dann aber zunehmend dünner. Ein zweiter Crash im Rahmen der Welle 3 oder C wird ab dann sehr wahrscheinlich.
Ich warte jetzt beim S&P 500 einfach ab. Entweder auf ein Erreichen der 1.100er Marke oder aber auf einen ersten Abwärtsimpuls auf Stunden- und/oder Tagesbasis. Dieser würde dann ein erstes Short-Signal auslösen.
