S&P 500 - Langfristig sieht's düster aus
Robert Schröder in Wave Daily
vom 18. September 2008, 13:00 Uhr
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Guten Tag liebe Wave Daily Leser,
nachdem der S&P 500 gestern mit 1.156 US$ ein neues Jahrestief - auf welches ich am 3. September konkret hingewiesen habe - erreicht hat, wird es jetzt Zeit einen Blick auf das Große Bild zu werfen.
Dies ist notwendig, um zu klären wohin der S&P 500 mittel- und langfristig tendieren wird.
Dazu schauen wir uns folgenden Monats-Chart an.
Gut zu erkennen ist bis ins Jahr 2000 hinein die Impulsstruktur, die den Index auf 1.553 US$ trug.
Ab dort fiel der S&P 500 bis Oktober 2002 auf 768 US$ zurück.
Dieser Rücklauf hatte einen dreiteiligen Charakter. Die einzelnen Wellen dieser A-Welle habe ich mit a, b und c benannt.
Ab diesem markanten Tief schloss sich bis in den Sommer des Jahres 2007 eine heftige Gegenbewegung an, die bei 1.576 in einem neuen ATH mündete. Auch dieser Anstieg war klar dreiteilig.
Was können wir jetzt aber daraus für den S&P 500 ableiten?
Nach Elliott deutet die bisher gesehen Wellenstruktur seit dem Jahr 2000 auf eine Flat-Bewegung hin (siehe Schema im Chart).
Flats stellen eine Seitwärtsbewegung des Marktes dar. Welle A und B sind jeweils Korrekturwellen. Welle C ist jedoch eine 5teilige Impulswelle und erreicht im Normalfall des Niveau von Welle A.
Übertragen auf den S&P 500 heißt dass, das wir aktuell gerade einmal die Hälfte der großen Abwärtswelle C hinter uns haben.
Die erste TeilWelle 1 wurde im Januar bei 1.270 US$ beendet. Ihr schloss sich eine Gegenbewegung im Rahmen der Welle 2 bis Mai auf 1.440 US$ an.
Aktuell läuft demnach die Hauptantriebswelle 3 der C-Welle. Sie splittet sich auch wieder in Abwärtsimpulse und Korrekturen auf.
Details dazu werde ich Ihnen morgen zukommen lassen.
Lange Rede, kurzer Sinn. Aufgrund der Elliott-Wellen-Struktur auf Monatsbasis gehe ich davon aus, dass der S&P 500 noch viel Spielraum nach unten hat. Auf einen Test der 800 US$ Marke müssen sich Anleger und Börsianer einstellen.
Es stellt sich nicht die Frage ob, sondern wann dieses Niveau erreicht wird.
1 1/2 bis 2 Jahre wird es in etwa noch dauern.
Bis dahin bleiben Shorts bei einem weiteren rechnerischen Abschlag von 30 % das bevorzugte Anlage - und Zockerinstrument.
Gegenbewegungen werden in den nächsten Monaten nicht nachhaltig sein. Die Medien werden aber jedes Mal von einem sog. "Boden" sprechen und zum Einstieg blasen.
Hören Sie nicht darauf und lassen Sie sich nicht verunsichern. Bevor 800 US$ nicht erreicht sind, brauchen Sie über eine Spekulation auf steigende Kurse gar nicht erst nachdenken.
