Sonnige Zukunft: Asiens Nachfrage nach Solarenergie wächst rasant

in Insider Daily
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im Osten geht ja bekanntlich die Sonne auf. Dennoch hinken die "Länder des Ostens" in Sachen Solarenergie bislang eher ein wenig hinterher. Doch das soll bald ganz anders werden. Denn Asien entdeckt derzeit die Sonne als den Wirtschaftsfaktor der Zukunft. Laut eines aktuellen Berichtes von Georg Ackermann werden allein China, Japan und Südkorea in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 509 Mrd. US-Dollar in diverse Umwelttechnologien und in deren Firmen rund um die Sonnenenergie investieren. Nur mal zum Vergleich: Das sogenannte Stimulus-Programm für saubere Energien der USA umfasst nur "magere" 172 Mrd. US-Dollar.


Ein riesiger Markt, der sich in Asien also auftut, auch für europäische Unternehmen der Solarindustrie. Denn vor allem Länder wie Indien würden laut Ackermann bislang über wenig Erfahrung in diesem Sektor verfügen, aber eine immense Nachfrage nach alternativen Stromquellen besitzen.

China geht beim Solarenergie-Vormarsch wieder einmal vorne weg. Während Indien noch geplant wird, hat die Volksrepublik bereits die "Golden Sun"-Initiative ausgerufen. Dafür wählte die chinesische Regierung Projekte aus, die 462 Megawatt an zusätzlicher Kapazität liefern werden. Der Staat bezahle demnach die Hälfte der Kosten für netzgekoppelte Anlagen und bis zu 70 Prozent für netzunabhängige Projekte in ländlichen Gegenden Chinas. Es lohnt sich also.

Doch China verfügt als eines der wenigen Länder Asiens selbst über international führende Unternehmen im Solarsektor. Das "Reich der Mitte" ist federführend in Sachen Förderung von jungen Unternehmen, die sich innovativen Technologien und der Erforschung dieser Bereiche verschrieben haben. Zudem bevorzugt China heimische Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen. Bleibt für die europäische Konkurrenz wohl nur noch der indische Markt. Aber wo es noch nichts gibt, gibt es eben auch viel zu tun. Glänzende Aussichten also für international aktive Solarunternehmen.

Laut Branchenexperte Philip Grothe bedeutet das für die europäischen Sonnenpioniere, dass nicht in der Zukunft nicht die Technologie die große Rolle spielen wird. Deutsche Photovoltaiker würden sich kaum mehr durch höhere Effizienz von den chinesischen Anbietern unterscheiden. Denn diese hätten inzwischen gezeigt, dass sie die Technik ebenfalls beherrschen. Umso wichtiger ist es für die europäischen Qualitätsanbieter, nah am Kunden zu sein und eine starke Marke aufzubauen. Wer nachhaltig wachsen will, müsse sich international aufstellen. Einige Unternehmen gehen dabei geradezu dilettantisch vor. Andere wissen bereits wo der Hase lang läuft. So auch der deutsche Branchenprimus Solarworld.

Solarworld im internationalen Photovoltaik-Markt gut positioniert

Branchenexperten sehen Solarworld in den wichtigsten Photovoltaik-Märkten, die in den nächsten Jahren das höchste Wachstum beziehungsweise das größte Volumen versprechen, gut positioniert. Solarworld sei ein starker Markenname, der für hohe Qualität stehe. Das werde bei den Vertriebsaktivitäten immer wichtiger, da sich der Photovoltaik-Markt von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt entwickelt habe.

Auf Grund des schwierigen Branchenumfeldes musste Solarworld im dritten Quartal 2009 deutliche Ergebnis- und Margeneinbrüche hinnehmen. Dennoch blieb das Unternehmen deutlich in der Gewinnzone und hat sich damit wesentlich besser als die meisten Unternehmen der Solartechnologiebranche geschlagen. Nichts desto trotz litt die Aktie des Solar-Riesen in den vergangenen sechs Monaten unter der schwachen Entwicklung des Photovoltaik-Marktes. Das Minus von rund 30 Prozent beim Aktienkurs spricht Bände. Doch zahlreiche Analysten halten hier mittlerweile alle Risiken für eingepreist. Es dürfte also bald die Sonne aufgehen.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag.

Ihre

Cindy Bach

von
Cindy Ullmann
Cindy Ullmann

Cindy Ullmann nimmt regelmäßig Insidergeschäfte unter die Lupe. Sie stellt „Directors’ Dealings“ vor - zum Vorteil ihrer Leser.

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