Sollten Sie Gold auf ihr US-Rentenkonto legen?
Doug Casey in Traders Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 5. März 2009, 12:00 Uhr
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Innerhalb des vergangenen Jahres haben die amerikanischen Betriebsrenten und privaten Rentenkonten (401(k) und IRA) aufgehört, ein sicherer Hafen für die Rücklagen der Amerikaner zu sein. Im Jahr 2008 haben die Arbeitnehmer im Schnitt ungefähr 14% oder 10.000 Dollar ihres Rentengeldes verloren. Diejenigen die mehr als 200.000 Dollar haben, stehen sogar noch schlechter da - sie haben mehr als ein Viertel ihrer Ersparnisse verloren.
Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen fragen, ob sie ein individuelles Rentenkonto (IRA = Individual Retirement Account) nutzen können oder sollten, um physisches Gold zu halten. Meine Antwort auf den ersten Teil der Frage lautet ja, natürlich kann man das machen. Die Steuerregeln, die die IRAs betreffen, lassen Raum für Gold. Aber meine Antwort auf den zweiten Teil der Frage ist mehrdeutig.
Im Jahr 1986, als die amerikanische Münzprägeanstalt zum ersten Mal seit 1933 wieder Goldmünzen in Umlauf gebracht hat, wurde ein Steuergesetz, das das Anlegen von „Sammelobjekten" in Rentenkonten verboten hat, gelockert, und es war erlaubt, Gold und Silber Eagles anzulegen. Später, im Jahr 1997, öffnete der Tax Payer Relief Act die Türen der IRAs für ein breites Spektrum von Edelmetallen (Gold, Silber, Platin und Palladium), egal ob in der Form von Bullen oder von Münzen.
Die gelockerten Regeln gelten nun für alle Typen von IRAs. Die einzige Bedingung ist dass alle Barren und Münzen die keine Eagle sind, einen Reinheitsgrad von ,995 haben müssen. Damit sind auch die Canadian Maple Leafs und die Austrian Philharmonics zulässig, aber die südafrikanischen Krugerrands, die mit einer Legierung geprägt sind, nicht. Numismatische Münzen sind auch unzulässig für diese Konten. Das Prozedere, um Gold in einen IRA zu stecken, ist etwas komplizierter als bei einem Wertpapier, aber die Bedingungen sind nicht beschwerlich.
Zuerst einmal muss man einen Verwalter der Konten finden, der Anlagen in Metallen bearbeiten kann und davon gibt es wenige. Wenden Sie sich nicht an ihren Discount-Broker oder eine Fondsfamilie wie Vanguard, sie werden das nicht anrühren. Stattdessen braucht man einen Spezialisten wie die beiden Original Unternehmen, die Gold IRAs verwalten, American Church Trust (aufgekauft von GoldStar Trust im Jahr 2007) und Sterling Trust. Diese sind die respektiertesten Namen in dem Geschäft. Eine Internetsuche wird weitere liefern, und wenn Sie sorgfältig suchen, dann werden Sie ein Unternehmen finden, das auch für Sie arbeitet.
Aber vergessen Sie nicht, dass es ganz besonders wichtig ist, dass Sie einen Verwalter mit einer soliden Reputation wählen, weil Gold an einem Ort gelagert werden wird, der gleich zweifach von Ihnen entfernt ist. Um ihr IRA-Gold zu lagern, wird man einen zertifizierten Depositar, vermutlich entweder die HSBC Bank USA (auch ein COMEX Gold-Depositar) oder die Delaware Depository Services, wählen.
Also besteht die Möglichkeit, dass Sie für physisches Gold einen separaten IRA eröffnen müssen, aber das wird nur ein wenig Papierkram und einige Gebühren notwendig machen. Und dann zahlt man Geld auf das Konto ein und man sagt dem Verwalter, was er kaufen soll. (Es ist gegen die Regeln, dass man hier Gold anlegt, das man bereits besitzt - das ist eine „verbotene Transaktion".) Und wenn Sie auch noch einige Wertpapiere mit einmischen wollen - z.B. um Ihr Gold zu unterstützen - dann ist das auch möglich.
Die Wächter werden entweder eine feste jährliche Gebühr oder einen Prozentsatz des Wertes verlangen, zusammen mit einer Obergrenze. Und der Depositar wird vermutlich auch noch eine eigenen Gebühr nehmen, weil er auf das Gold aufpasst. Es könnte auch eine Transaktionsgebühr fällig werden, wenn man etwas zum IRA hinzufügt. Alles in allem darf man damit rechnen, dass die Grundkosten bei ca. 160 bis 340 Dollar im Jahr liegen, je nachdem welche Gebührenstruktur des Verwalters man wählt.
Wird fortgesetzt...