Sojabohnen: Futures der neuen Ernte geben ab

in Rohstoff Daily zum Thema Agrar Rohstoffe
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Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick

Soft Commodities

Bei den Sojabohnen-Futures ergibt sich weiterhin ein gemischtes Bild, wobei sich die Differenz zwischen Nearby-Futures der alten Ernte und den weiter entfernt liegenden Futures der neuen Ernte verschärft.


Aufgrund der nach wie vor äußerst geringen Vorräte (Lagerbestände der alten Ernte) und weiterhin guter Nachfrage (unterstützend wirkt zudem die hohe Exportnachfrage nach Sojamehl), konnten die Nearby-Futures weiterhin deutlich zulegen.

Sojabohnen zur Lieferung im Juli notieren aktuell bei 12,03 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Auf der anderen Seite belasten allerdings weiterhin hervorragende Wetteraussichten und eine gute Entwicklung der Pflanzen die Preise der weiter entfernt liegenden Futures der kommenden Ernte.

Die USDA geht davon aus, dass bis zum 21. Juni rund 67% der Sojabohnen-Pflanzen in einem guten bis exzellenten Zustand sind - zum Vergleich: im Vorjahr lag dieser Wert bei 57%. Zudem wird für den Mittleren Westen der USA Niederschläge und nicht zu hohe Temperaturen erwartet, was dem Wachstum der Pflanzen in diesem Stadium zugute kommt. Überdies geht der Großteil der Analysten nach wie vor von einer starken Ausweitung der Anbaufläche in diesem Jahr aus.

Sojabohnen zur Lieferung im November notieren aktuell bei 9,92 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.

Ausblick

Bei den Rohölpreisen dürften die 70 USD weiterhin die ausschlaggebende Marke bleiben, um welche die Preise wohl weiterhin pendeln werden. Trotz unterstützender Nachrichten was die OPEC und fallende US-Öl-Bestände angeht, könnte ein nachhaltigeres Ausbleiben eines deutlicheren baldigen Verbrauchsanstiegs, die Stimmung zwischenzeitlich etwas trüben.

Zunächst dürfte die Stimmung am Goldmarkt (Inflationssorgen), ebenso wie die USD-Entwicklung weiter ausschlaggebend sein für die Goldpreisentwicklung. Mittelfristig ist allerdings auf die Entwicklung der physischen Nachfrage zu achten. Sollte es hier nicht zu einer deutlichen Erholung kommen, könnte eine zwischenzeitliche Preiskorrektur noch einmal möglich werden.

Nach wie vor hängen auch die Industriemetallmärkte deutlich von der allgemein vorherrschenden Stimmung ab. Mittelfristig wird man auch hier sehen müssen, ob sich die tatsächliche Erholung beim Verbrauch abzeichnet.

Die Differenz zwischen Sojabohnen Old und New Crop Futures dürfte sich weiter verstärken, wobei zunächst wohl weiterhin die Futures der neuen Ernte stärker unter Druck stehen dürften. Abzuwarten bleibt auch der kommende USDA-Bericht am 30.Juni und die Antwort auf die Frage wie stark die US-Farmer die Anbaufläche tatsächlich ausgeweitet haben.

So long liebe Leser...das war es wieder einmal für diese Woche...ich wünsche Ihnen ein hoffentlich sommerliches Wochenende und bis nächsten Montag, wenn wir uns wiederlesen....

Ihre Miriam Kraus

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Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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