Social Media: Es ist nicht alles Gold was glänzt
Profit Radar
vom 6. Januar 2012, 19:00 Uhr
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So weit so gut. Aber trotzdem schafften es selbst die großen B2B-Unternehmen (wie Commerce One) nicht, diese Entwicklung zu monetarisieren und nachhaltig Geld damit zu verdienen. Im Moment will niemand etwas von dieser Entwicklung im Social Media-Sektor wissen. Denn für die involvierten Personen ist es unwichtig.
Dort läuft ein anderes Spiel, das da lautet: „So lange es nur jemanden gibt, der mir mein Aktienpaket noch teuerer abkauft, interessieren mich die langfristigen fundamentalen Aussichten nicht". Genau diese Entwicklung sehen Sie an den Social Media-Aktien an der Börse. Ich habe die Charts der großen Social Media-Aktien, die bisher an den Börsen gelistet sind, auf unserem Taipan-Blog in meinen letzten Posts im Dezember aufgelistet.
Im Moment werden Social Media-Unternehmen mit Venture Capital überschüttet. Kein Deal hat dabei so für Aufsehen gesorgt, wie der Facebook-Deal von Goldman Sachs. Dabei kaufte Goldman Sachs zusammen mit der russischen Firma Digital Sky Tech ein Aktienpaket von Facebook im Wert von 1,5 Milliarden USD (und bewertete Facebook damit mit 50 Milliarden USD).
Dieser Deal scheint aufzugehen. Die Gerüchte besagen, dass die Börsenbewertung von Facebook bei rund 100 Milliarden USD liegen soll. Aber was für Sie viel wichtiger ist: Goldman Sachs ist kein strategischer Langzeit-Investor. Teilweise wurden Aktienpakete schon an vermögende Kunden weiterverkauft.
Das ist die Story der ganzen Venture Capital-Geldschwämme im Social Media-Bereich. Die Investoren stecken Millionen und Milliarden in diese Firmen - mit dem Ziel, diese Beteiligungen aber im Boom wieder zu verkaufen. Wer ist am Ende der Dumme? Natürlich der schlecht informierte Aktionär, wenn diese Firmen an die Börse gehen.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi