So verdient man in Florida Geld
Investors Daily
vom 21. Oktober 2004 18:00 Uhr
ENL5454
*** Mein Kollege Steve Sjuggerud teilt mir mit, dass in Florida fast jeder darüber redet, wie sich mit Immobilien Geld verdienen lässt. Er schreibt:
"Ich wohne auf einer Insel in Florida. Und immer, wenn man die Reichen, die hier wohnen, fragt, was sie tun, dann antworten sie alle dasselbe: 'Ich bin in Immobilien'. Die Wahrheit ist, dass niemand mehr über Aktien spricht."
"Wenn sie nicht 'in' Immobilien sind, dann unterstützen sie den Immobilienmarkt dennoch in irgendeiner Form ... sei es als Notar, Banker, Architekt, Bauunternehmer etc. Außer der Tourismusindustrie gibt es keine andere Industrie hier. Es ist wie im Miami der 1920er."
"'Aber warten Sie mal eine Minute, Steve', denken Sie vielleicht jetzt. 'Haben Sie uns früher nicht gesagt, dass Immobilien in den USA nicht zwangsläufig überbewertet sein müssen?' Ja, das ist korrekt. Normalerweise denke ich nicht, dass wir – bezogen auf den gesamten US-Immobilienmarkt – eine Spekulationsblase sehen."
"Aber es gibt einige spezifische Märkte, besonders an der Küste, die an vergangene Spekulationsblasen erinnern. Und das gibt Grund zur Sorge."
"Die Spekulationsblase der 1920er in Südflorida endete schnell. Im Herbst 1926 kamen zwei Hurrikans. Am 18. September 1926 starben 400 Menschen, und viele Tausende wurden verletzt, als der Hurrikan Häuserdächer abdeckte und elegante Yachten in die Straßen von Miami spülte."
"Und das war es."
"Die Preise für Strandhäuser erreichten wahrscheinlich bis in die 1980er ihren Preis von 800.000 (in heutigen Dollar) nicht mehr ... deshalb brauchte jemand, der damals gekauft hatte, zumindest 60 Jahre, bis er seinen Einstandspreis wieder sehen konnte."
"Bei Spekulationsblasen weiß man nie, wann das Topp erreicht ist. Die Preise können immer noch steigen. Aber gerade 'fühlt' sich der Immobilienmarkt auf meiner Insel in Florida wie ein Nasdaq-Stand von 4.000 Punkten an. Wir wären also noch etwas entfernt vom Topp, das beim Nasdaq bei 5.000 Punkten lag, und damals dachte jeder, dass man mit Aktien nur reich werden konnte. Aber man weiß es nicht."
*** Ein Gedanke von mir: Sieht die Zukunft für die Dummköpfe jemals gut aus? Die Natur – in ihrer Majestät – lächelt sowohl die Dummen als auch die Klugen an. Aber nicht gleichzeitig. Den Dummen geht es gut, bis zum Ende eines Trends. Wenn sie ein Investment in der Endphase eines Bullenmarktes kaufen – dann steigen die Kurse. Für eine Zeitlang sehen sie wie Genies au. Dann erreicht der Trend sein Topp, und sie fallen an der andren Seite herunter, wie Touristen, die von den Kliffs des Grand Canyon gerollt werden; die Klügeren lehnen sich dann über diese Kliffs und brüllen mit breitem Grinsen: "Ich habe es Ihnen doch gesagt."
Aber die Natur schont auch die Klugen nicht. Die fühlen sich sehr selbstzufrieden, wenn der Markt den Boden erreicht. Die Dummen sind dann ruiniert. Aber wenn dann die Kurse wieder steigen, dann halten die Klugen an ihrem Gold fest ... und verpassen den größten Bullenmarkt ihres Lebens.
Uncle Remus pflegte zu sagen: "Dere's dem dat's smart an' dere's dem dat's good." Das könnte man mit "Es gibt Dinge, die sind klug, und es gibt Dinge, die sind gut" übersetzen.
Nun, ich würde mein Geld in "Dinge, die gut sind" investieren. Wenn die nicht gewinnen, ... nun, schade. Sie sollten es aber.