So schützen Sie Ihr Portfolio vor einer Euro-Schwäche
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 13. Januar 2012, 17:00 Uhr
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Die schwache Entwicklung des Euros in der jüngsten Zeit möchte ich heute zum Anlass nehmen, Sie auf eine sinnvolle Absicherung aufmerksam zu machen. Natürlich dreht sich in Ihrem Nebenwerte Daily weiterhin alles um die kleinen, aber feinen Aktien. Aber als ehemalige Autorin auch des Devisen Monitors und Devisentraderin habe ich natürlich ebenfalls immer die Bewegung der Währungen genau im Blick. Zumindest ab und zu empfiehlt sich dies für alle Freunde der Nebenwerte. Denn wenn Sie nicht nur in deutschen bzw. europäischen Aktien anlegen, wirken sich die Schwankungen der Währungen auch auf Ihre Anlagen in Unternehmen aus.
Im Jahr 2011 haben sich zwar viele Rohstoffaktien nicht besonders gut entwickelt, wie wir sehr einfach am Beispiel des kanadischen Nebenwerte-Index TSX-V sehen:
Der Abwärtstrend in Form der 55- und 200-Tagelinien ist ungebrochen. Dennoch ergibt sich nach Auslaufen der zum Jahresende üblichen steuerlich bedingten Verkäufe ein freundlicheres Bild als zuvor: Der Fehlausbruch unter das Tief vom Sommer 2010 wurde korrigiert und es hat sich inzwischen ein höheres Tief gebildet, das vom RSI und einem positiven Moneyflow bestätigt wird. Ein erster Ansatz für eine Bodenbildung nach dem herben Verlust im vergangenen Jahr.
Trotz dieses Abwärtstrends im Index, und natürlich ganz besonders, wenn Sie eine der durchaus vorhandenen Outperformeraktien in Ihrem Depot hatten, konnten Sie mit einer Anlage in kanadischen Aktien zusätzlich einen Währungsgewinn erzielen:
Der Wechselkurs EUR/CAD seit Anfang Mai 2011. Zuletzt beschleunigte sich die Abwärtsbewegung des Euros.
Wie Sie in obigem Chart sehen, verlor der Euro nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch gegenüber dem kanadischen Dollar. Wenn Sie also zu dieser Zeit in kanadischen Aktien investiert gewesen wären, hätten Sie zusätzlich einen Währungsgewinn erzielt. Ein Beispiel: Eine Aktie, die der Kollege Hannes Huster in seiner Goldanalyse im Mai 2011 empfohlen hat, konnte in kanadischen Dollars bis heute einen Gewinn von 83% erzielen. In Euro umgerechnet, lag die Performance allerdings bei stolzen 96%. Sie hätten also einen zusätzlichen Währungsgewinn von 13% erzielt. Gleichzeitig hätten Sie Ihre Anlagen so diversifiziert, damit sie von der Schwäche des Euro nicht so stark betroffen waren, als wenn Sie nur in Europa investiert hätten. Ähnlich sieht es beim nachfolgend abgebildeten EUR/AUD-Verlauf aus:
Das zweite klassische Rohstoffland Australien erwies sich in jüngster Zeit ebenfalls als guter Anlageraum für Ihre Euros. Hier hätten Sie auch einen zusätzlichen Währungsgewinn bzw. eine sinnvolle Diversifikation Ihrer Anlagen erzielt.
Natürlich funktioniert das beschriebene Schema aus Aktien- und Währungsgewinnen nicht immer so perfekt wie bei dem oben erwähnten Trade von Hannes Huster. Das Ganze kann auch nach hinten losgehen, wie wir es in der Finanzkrise 2008 erlebt haben, als auch die Rohstoffwährungen unter Druck standen. Doch angesichts der Problematik um den Euro und um Europa fühle ich persönlich mich wohler mit einer Diversifizierung außerhalb des Euro-Raums (und auch außerhalb des US-Dollars).
Zusätzlich den richtigen Rohstoff-Nebenwert zu erwischen, bereitet natürlich ein ganz besonderes Vergnügen - und verschafft Ihnen auch in schwierigen Zeiten einen schönen Gewinn. Testen Sie doch einmal Husters Goldanalyse. Der erst im vergangenen Jahr aufgelegte Börsenbrief weist zum Jahresende bereits eine solide positive Performance auf im Gegensatz zu den entsprechenden Nebenwerte-Indizes in Kanada oder Australien, die tief im roten Bereich endeten. Ich kann Ihnen diesen Dienst also guten Gewissens empfehlen.
Herzliche Grüße, ein erholsames Winterwochenende wünscht Ihnen
Ihre Daniela Knauer
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