So machen Sie Verluste wenigstens steuerlich geltend
Michael Vaupel in Traders Daily
vom 31. August 2007 12:00 Uhr
ENL5454
*** Trader´s Daily-Leser Richard B. fragt:
„Auch ich lese regelmäßig `Trader´s Daily´ (Recht so!) und möchte mich für die interessanten Beiträge bedanken. In Ergänzung zu Ihrem Bericht über Hebel-Zertifikate nahe der Knockout-Schwelle eine Frage meinerseits. Stimmt es, dass Verluste, die durch ausgeknockte Hebelzertifikate entstehen, vom Finanzamt nicht als solche anerkannt werden?“
Meine Antwort:
Zunächst einmal: Ich bin kein Jurist (zum Glück, hätte ich fast geschrieben), deshalb bitte ich Sie, steuerrechtliche Antworten von mir bitte nicht als verbindlich zu betrachten.
Aber ich denke, dass ich Ihnen hier einen guten Rat geben kann.
Was ich so mitbekommen habe, erkennen einige Finanzämter tatsächlich Verluste, die durch ausgeknockte Scheine entstehen, nicht an. Zumindest kann es da einen vermeidbaren Streit geben.
Deshalb mein Rat:
Wenn Sie einen Schein haben, der wertlos verfallen ist (was in den besten Familien mal vorkommt) – dann nutzen Sie die Möglichkeit, welche die großen Emittenten bieten: Diese kaufen ihre wertlos „ausgeknockten“ (ist das ein deutsches Wort?) Scheine für 0,01 Cents zurück. Und zwar einige Tage lang nach dem Knock-Out-Ereignis.
Das sollten Sie unbedingt nutzen, und nach einem Knock-Out an den Emittenten verkaufen! Weniger wegen des Verkaufspreises (obwohl auch eine Handvoll Euro immer noch mehr ist als gar nichts), als vielmehr für das Finanzamt: Denn dann haben Sie eine Verkaufsbescheinigung, und können sich den Verlust wenigstens steuerlich anrechnen lassen. Und zwar dann, wenn der Verlust innerhalb eines Jahres erfolgte!
*** Zack – weiter geht es….die chinesischen H-Aktien schießen auch heute wieder nach oben. Heute gingen sie mit einem Plus von 401 Punkten oder gut 3% aus dem Handel (in Hong Kong ist schon das Wochenende eingeläutet worden.)
Dass mir nachher keiner vorwirft, ich hätte nicht auf die H-Aktien hingewiesen!
Seitdem ich am 24. August hier im Trader´s Daily eindringlich zu einem Investment in diese Kategorie geraten habe (siehe die Ausgabe dieses Tages) sind die H-Aktien praktisch nur gestiegen.
„Wollte ich nur noch mal gesagt haben.“ (Was das wohl für eine Zeit ist? Müsste ich mal Konrad Beikircher fragen.)
Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende!
Ihr
Michael Vaupel