So können Sie in Malaysia investieren
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 21. Oktober 2010, 19:00 Uhr
ENL5454
Wie Sie inzwischen wissen, besitzt Malaysia nicht nur eine sehr spannende wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch noch einen Kapitalmarkt, der im innerasiatischen Vergleich zu den günstigsten Börsen gehört. Die malaiische Börse weist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die vergangenen 12 Monate zwischen 14-15 und ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,9 auf.
Zum Vergleich: Der neue Darling Indonesien kommt für den gleichen Zeitraum auf ein KGV von 33 und ein KBV von 3,4. Thailand besitzt ein KGV über 15 und ein KGV von 2,0. Die Philippinen haben zwar ein etwas günstigeres KGV mit 14, aber das KBV ist mit 2,6 deutlich teuerer.
Wie können Sie nun in Malaysia investieren? Nun, das ist gar nicht so einfach - und sicherlich einer der Hauptgründe, warum Malaysia so unter dem Börsenradar fliegt. Bei Investments in kleinere Emerging Markets, bei denen deutsche Investoren nicht so einfach Nachrichten bekommen wie über China oder Russland, sollte man vorzugsweise auf strukturierte Anlageprodukte setzen.
Also auf Zertifikate oder ETFs. So ist man selbst mit kleinen Positionen, und mehr sollten derartige Randmärkte in einem Depot nicht einnehmen, gut diversifiziert und setzt sich nicht den Risiken von Einzelwerten aus. Oftmals kaufen Anleger nur eine Aktie aus einem Land und gehen damit unnötig hohe Risiken ein.
Es gibt aber kaum strukturierte Anlageprodukte für Malaysia. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat ein Indexzertifikat auf den MSCI Malaysia Index (ISIN-GB002PNL155) aufgelegt. Alternativ hat die Royal Bank of Scotland (RBS) ebenfalls ein Indexzertifikat auf den Malaysia KLSE Composite Index (ISIN-NL0000400182) auf dem Markt (ACHTUNG: DIES IST KEINE KAUFEMPFEHLUNG).