So können Anleger das BRIC-Konzept erweitern und umbauen
Daniel Wihelmi in Profit Radar
vom 24. August 2010, 19:00 Uhr
ENL5462
Im letzten Profit Radar hatte ich Ihnen bereits drei erweitere BRIC-Konzepte vorgestellt: Dazu gehörten "BRICM" (die vier BRIC-Staaten plus Mexiko) und "BRICS" (die vier BRIC-Staaten plus Südafrika). Beide Konzepte halte für wenig überzeugend. Etwas ander sieht es bei dem Konzept "BRIC+NEC" aus.
Der Begriff "NEC" steht dabei für "New European Countries" und beinhaltet Osteuropa. Für sich alleine betrachtet, sind alle Länder, selbst Polen mit gut 40 Mio. Einwohnern, viel zu klein für das BRIC-Konzept. Aber als komplette Zone mit gut 100 Mio. Menschen zeigt sich eine ganz andere Wirtschaftskraft.
Dieses Konzept hat durchaus Charme, denn Osteuropa wird von vielen Börsianern häufig vergeßen. Dabei bietet Osteuropa als gesamter Wirtschaftsraum ein großes langfristiges Binnenmarktpotential, das zwar im Vergleich zu Asien schon weit entwickelt ist, aber gegenüber den westlichen Nachbarländern noch weit zurück hängt. Hier ist noch großes Entwicklungspotential vorhanden - vor allem im wesentlich unterentwickelterem Südosteuropa.
Bei diesem Konzept kriegt die Region Osteuropa/Russland also ein zweites Standbein - so wie es Asien mit China und Indien sowieso besitzt und wie es Lateinamerika mit dem BRICM-Konzept bekommt. Das ist allerdings auch einer der Nachteile des BRIC+NEC-Konzept.
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