So haben Sie einen doppelten Hebel
Profit Radar
vom 27. Januar 2012, 19:00 Uhr
ENL5454
Die Bewertung indischer Firmen ist aber recht schwierig, da es sich um teilweise sehr unübersichtliche Mischkonzerne handelt. Ein gutes Beispiel dafür ist Tata. An jeder Ecke in Indien stolpern Sie über Produkte von Tata. Denn zu Tata gehören insgesamt 98 Unternehmen, das reicht von Energieversorgung über Software und Telekommunikation bis hin zu Autos und Tee. Tatsächlich ist Tata der zweitgrößte Hersteller von verpacktem Tee weltweit. Stellen Sie sich vor, Mercedes verkauft nicht nur Autos, sondern auch Teebeutel. Die Teeplantagen und -fabriken habe ich mir im Landesinneren angeschaut - Anlagen, die teilweise so aussehen, als ob sie schon seit über 100 Jahren dort stehen. Wir haben uns in dieser Indien-Asien-Sonderausgabe deshalb nur auf Unternehmen konzentriert, die über ein überschaubares Geschäftsmodell und reichlich Cash verfügen.
Eigentlich gehören dazu auch indische Solarfirmen, denen eine strahlende Zukunft vorausgesagt wird. Denn der Solarboom ist in Indien noch überhaupt nicht angekommen. Ich habe auf den Dächern vieler Gebäude zwar zahlreiche Solarthermieanlagen zur Warmwasseraufbereitung gesehen, doch kaum Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung. Dazu gibt es in Indien zu viele technische Hürden. Der Verkaufschef von Tata BP Solar India äußert in aller Offenheit: „Indien hat noch immer einen Lernprozess vor sich. Selbst gute Unternehmen brauchen noch etwas Händchenhalten für die Zukunft."
Dass die Solarzukunft in Indien noch nicht angekommen ist, bestätigt mir auch Salim Pushpanath, ein erfolgreicher Verleger und Fotograf, den ich in seinem Luxusresort auf 1.100 m Höhe mitten in einer Gewürzplantage treffe. Mit Bildbänden hat er sich ein Vermögen und ein Luxushotel aufgebaut. Auf seiner Website bezeichnet er sich selbst als weltweit größten Anbieter von digitalen Südindien-Bildern. Als ich ihn vor dem Hintergrund der permanenten Stromausfälle auf Solarenergie anspreche, zuckt er nur mit den Schultern. Er hätte noch nicht davon gehört, dass es in Indien Solarzellen zur Stromerzeugung gäbe. Über Googlemap zeige ich ihm dann ein Bild von meinem Energieplushaus in Deutschland. Statt normaler Dachziegel haben wir auf der kompletten Südseite Solarzellen installiert. Der Effekt: Zusätzlich zur öl- und gasunabhängigen Konzeption produziert das Haus mehr Energie, als es verbraucht.
Mit einer für Indien angepassten Lösung ließen sich die permanenten Stromausfälle vermeiden, für Anleger könnte sich das zur Goldgrube entwickeln. Hier steht Indien vor einem gewaltigen Technologiesprung. Derzeit legen wir dazu eine Watchlist mit potenziellen Börsenkandidaten an. Wenn es so weit ist, werden wir Sie umgehend informieren, damit Sie rechtzeitig Pioniergewinne einfahren können.
Doch zunächst einmal geht es jetzt darum, mit ausgesuchten soliden Einzelwerten vom doppelten Absturz zu profitieren. Denn durch den Absturz der indischen Börse und den Verfall der Rupie haben Sie gleich einen doppelten Effekt. Der Sensex hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt: Wenn die Erholung kommt, kann es ganz schnell gehen. Für weitere Infos dazu klicken Sie auf Taipan.
Gute Kurse wünscht
Volkmar Michler
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