Sixt überrascht positiv
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 19. November 2009, 17:00 Uhr
ENL5454
Die Sixt AG und ihre Tochtergesellschaften sind in den Geschäftsfeldern Autovermietung, Leasing und e-Commerce tätig. International betreibt Sixt nach eigenen Angaben in über 80 Ländern etwa 1.880 Vermietstationen, von denen der größte Teil in Eigenregie geführt wird. Ein kleinerer Teil, vor allem in klein- und mittelstädtischen Regionen, wird von Agenturen und Lizenznehmern betrieben. Damit gehört der Sixt-Konzern zu den größten Verleihern weltweit. Das Geschäftsvolumen wird dabei hauptsächlich in der Autovermietung erwirtschaftet. Im Geschäftsjahr 2008 baute Sixt nach eigenen Angaben die Position als Nummer eins im deutschen Markt auf einen Marktanteil von rund 30% aus. An deutschen Flughäfen betrug der Marktanteil teilweise mehr als 40 %. Sixt verstärkt derzeit die Internationalisierung des Geschäfts und deckt bereits über 70% des europäischen Vermietermarktes ab. Besonders in den sich entwickelnden Märkten Osteuropa, Asien und Südamerika sieht Sixt gute Wachstumschancen für sich.
Überraschend gute Zahlen beim Verleiher Sixt
Irgendwie muss der Autovermieter Sixt aus Pullach nahe München von dem Schnitzer" unserer ehemaligen Gesundheitsministerin profitiert haben. Aber die Werbung, dass man auch in Alicante dienstwagentaugliche Autos mieten könne, war wirklich weltklasse! Egal weshalb, die Quartalszahlen von Sixt sind sehr stark und werden vom Markt honoriert. Der Autovermieter hat im dritten Quartal seinen Gewinn um knapp neun Prozent auf 23 Millionen Euro verbessert, während die Analysten im Schnitt lediglich mit 14 Millionen Euro gerechnet hatten. Dies entspricht einer Steigerung des Gewinns von fast 9 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Aber der Konzern aus Pullach fiel auch bei anderen wichtigen Kennziffern positiv auf. So belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 28 Millionen Euro. Das entspricht zwar einem Rückgang um fast 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, ist aber deutlich mehr als die allgemein erwarteten 18 Millionen Euro.
Nach eigenen Angaben profitierte der im SDax enthaltene Vermieter von den schrumpfenden Kosten seiner verkleinerten Autoflotte und weiteren Einsparungen. Daher ist die steigende Marge auch nicht auf anziehende Erlöse zurückzuführen, denn der Umsatz schrumpfte im dritten Quartal um elf Prozent auf 427 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2009 bekräftigte Sixt die Prognose, dass das Ergebnis vor Steuern deutlich positiv ausfallen soll. Optimistisch macht die sich wieder erholende Luftfahrt-Branche, die mit den Flughafenumsätzen von Sixt stark korreliert ist.
Charttechnik bleibt positiv
Quelle: tradesignalonline.com
Sehr schön erkennen Sie speziell im P & F Chart den Aufwärtstrend und die erfolgreiche Bodenbildung bei 15 Euro. Lange und dynamische X-Säulen, die für den Nachfrageüberschuss stehen, wechseln sich mit kürzeren O-Säulen ab, die das Angebot visualisieren. Nach der fulminanten Rallye der Sixt Stammaktie, die im Einklang mit der Hausse des Autosektors steht, ist seit einigen Wochen etwas Dynamik aus der Bewegung gewichen. Gut erkennen Sie die Hürde bei etwa 22 Euro, wo sich ein erheblicher Widerstand befindet. Ich gehe aber davon aus, vor allem wenn der Gesamtmarkt nun nicht in eine längere Korrektur übergeht, dass die Sixt-Aktie noch in diesem Winter mein Kursziel von Euro 26 erreichen wird. Auch die Markttechnik und die steigenden gleitenden Durchschnittslinien stützen diese Auffassung. Die größte Bedrohung für die Entwicklung sehe ich im mittelfristig überkauften europäischen Autosektor, in dem Sixt mitschwimmt, der den Autoverleiher ausbremsen könnte.
Mit sonnigen Grüßen aus dem Rheinland, in dem es wieder Frühling geworden ist!
Ihr Klaus Buhl
ähnliche Beiträge:
weitere Ausgaben von
Nebenwerte Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Dienstag, 22. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Travel Trader
Ihr Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Travel Trader
