Sixt sieht sich Kursmanipulationen ausgesetzt
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 10. Februar 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Etwas Interessantes geschieht aktuell bei dem Autovermieter Sixt (WKN 723132). Wegen des Verdachts von Kursmanipulationen hat Sixt nun die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingeschaltet.
Der Hintergrund: Bei der Sixt-Aktie kommt es seit geraumer Zeit zu größeren Verkäufen. Bisher gibt es dafür keine wirkliche Erklärung. Sixt vermutet nun, dass es einen Zusammenhang zwischen diesen Verkäufen und dem Entwurf einer Studie der Schweizer United Zurich Finance gibt. Zurich Finance war schon aufgefallen, da sie Verkaufempfehlungen bei MLP und WCM ausgegeben hatte, in deren Folge es zu starken Kurseinbrüchen gekommen war.
So vermutet Sixt, dass in dieser Studie unter zu Hilfenahme falscher Behauptungen, Unterstellungen und Mutmaßungen eine bestimmte Stimmung erzeugt werden soll. Über Hedge Fonds soll danach von den fallenden Kursen profitiert werden. In dieser Studie werden Zweifel an den guten Zahlen von Sixt geäußert. Sie hat den in diesem Zusammenhang etwas zynisch klingenden Namen: "Zu gut, um wahr zu sein". Sixt wird seine Zahlen am 27. März vorlegen, teilte aber mit, dass es keinen Grund gäbe die Ertragsprognosen zu revidieren.
Sixt versucht nun dagegen zu steuern, indem das Unternehmen die Banken und die Presse informiert hat. Auch könnte es zu Aktienrückkäufen seitens Sixt, wird vermutet.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wird nun diese Vorwürfe prüfen.