Sitzung des US-Kongresses
unserem Korresponten Bill Bonner in Investors Daily
vom 10. März 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der Tag der Entscheidung naht. Die Franzosen, Deutschen, Russen ... sogar das britische Volk ... sagen, dass sie nichts mit dem Krieg von Bush zu tun haben wollen. Amerikas Zukunft, seine Ehre, seine Integrität stehen auf dem Spiel ... nicht zu erwähnen das Leben von Tausenden Menschen und die Milliarden Dollar Kosten.
Und jetzt kommen die demokratisch gewählten amerikanischen Volksvertreter in einer feierlichen Sitzung zusammen, um sich mit den Fragen zu befassen, die die Seele der Nation bewegen. Die amerikanische Verfassung schreibt vor, dass einige Dinge nur vom US-Kongress beschlossen werden können. Entscheidungen über Krieg und Frieden, zum Beispiel. Jetzt, wo die Bush-Administration einen Wechsel der amerikanischen Militärstrategie vorschlägt – weg von der Landesverteidigung, hin zur Attacke –, könnte es da eine klarere oder unmittelbarere Gefahr geben?
Ja, sagt die Senatorin von Kalifornien, Barbara Boxer – man muss die Bilanzierungsvorschriften ändern! Schließlich habe der Kongress bereits vor Monaten über die Militärstrategie debattiert, und die Mittel für einen Irakkrieg seien freigegeben worden. Da diese Dinge jetzt ja auf den Weg gebracht worden seien, könne man wieder ans echte Geschäft denken – und den Forderungen der Interessengruppen im eigenen Bundesstaat Nachdruck verleihen. Sie führt sogar den "Amerikanischen Traum" als Begründung für diese Notwendigkeit an.
Es spielt für sie keine Rolle, dass die gewünschten Änderungen der Bilanzierungsvorschriften von ihr gar nicht geändert werden können (eine Privatorganisation ist zuständig). Und was die Behandlung von Aktienoptionsplänen mit dem "Amerikanischen Traum" zu tun haben soll, wird mir auch nicht klar.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf ... wie in einer Theatersaison ... mit Komödien, Tragödien und Farcen.