Singapur-glanzvollste Perle Südostasiens
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 21. August 2007 20:45 Uhr
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Singapur der kleinste Staat Südostasiens ist zugleich auch derjenige der mich wohl am meisten beeindruckt hat.
Die dem malaysischen Festland vorgelagerte Insel ist einer der bedeutendsten internationalen Finanzplätze der Welt.
Hier ist jeder und zwar gerne. Dies nicht etwa nur weil das Klima so wunderbar warm wäre (auch die Luftfeuchtigkeit ist ziemlich hoch und macht vor allem den europäischen und us-amerikanischen Expatriates zu schaffen, wie ich mir sagen ließ), sondern vor allem weil Singapur eine der am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt ist.
Die Folge: Singapur ist reich. Die dort ansässigen Banker gehören zu den bestbezahlten der Welt. Über 68% des Bruttoinlandsprodukts geniert der Inselstaat aus dem Dienstleistungsgewerbe.
Singapur ist unglaublich beeindruckend. Hier reiht sich wirklich ein Wolkenkratzer an den anderen. Außerhalb der City stehen die schönsten Reihenhäuer die man sich vorstellen kann, Swimmingpool und unterirdische Garagenanlage inbegriffen. Ich komme nicht umhin einen gewissen Neid auf diese unglaubliche Schönheit zu verspüren. Wer einmal Singapur gesehen hat, muss gute Gründe haben um nicht dort leben zu wollen.
Überdies ist Singapur –ohne übertreiben zu wollen- die sauberste Stadt die ich je in meinem Leben gesehen habe. Nach zweistündigem Marsch durch Häuserschluchten wurde ich schließlich auf etwas ganz besonderes aufmerksam. Ich hatte mich zwar schon an glänzende Häuserfassaden und das Fehlen jeglichen Unrats auf den Straßen gewöhnt, doch dann wunderte ich mich über gar nichts mehr. Vor mir tat sich eines, vor einem der Wolkenkratzer angelegten Blumenbeete auf. Inmitten dieser Beete kroch eine uniformierte Angestellte und reinigte sie. Ich meine es wirklich ernst! Sie fegte die Beete, das heißt sie entfernte akribisch jedes hässliche Blättchen welches sich zwischen den Pflanzen gewagt hatte auf den Boden zu fallen.
Am meisten beeindruckte mich allerdings, wie unglaublich sichtbar der asiatische Immobilienboom in Singapur ist. Hier wird praktisch an jeder Ecke gebaut. Neue Casinos, Hochhäuser, Hotels, wunderschöne Wohnanlagen, was sie wollen…
Von einer Blase kann wirklich keine Rede sein. Denn die hat Singapur bereits vor einiger Zeit hinter sich gebracht. Seitdem sind die Preise im Vergleich wieder wesentlich günstiger geworden. Vor allem in den wunderschönen Außenbezirken der Stadt, den Wohngebieten. Zwar ist die City um ein Vielfaches teurer, aber –so ein in Singapur ansässiger Bekannter: „Warum sollte ich nicht 15 Minuten mit dem Auto von der City entfernt wohnen, in einer wunderschönen Grünanlage?!“
Singapur war für mich das beste Zeichen dafür, dass Asiens Rohstoffhunger noch lange, lange Zeit nicht zu Ende sein wird.
So long liebe Leser…an dieser Stelle muss ich für heute abbrechen und merke zu meinem Erstaunen, dass ich doch nur einen Bruchteil dessen gesagt habe, was ich Ihnen erzählen wollte….morgen möchte ich Ihnen aus diesem Grund noch ein wenig von Chiang Mai berichten…..
Ihre Miriam Kraus