"Simplex veri sigillum" (Einfachheit ist das Siegel der Wahrheit)
Dr. Markus Schoor in Investoren Wissen
vom 01. Mai 2007 16:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
heute schreibe ich schon 6 Monate für Sie die Investoren-Akademie - was wäre da besser, als jenes Versprechen einzulösen, welches ich Ihnen in der vorletzten Ausgabe der Investoren-Akademie gab:
Aber war das Versprechen, welches ich Ihnen in der Investoren-Akademie gab, vielleicht zu hoch gegriffen?!
Ich versprach eine "seltene Chance, die Sicherheit und Ertrag" miteinander verbindet.
Meine einfachste Ausrede könnte darin bestehen, Sie einfach aufzufordern, VORHER darüber nachzudenken, welches Geld bei Ihnen für den Bereich Risiko vorgesehen ist und welches für den Bereich Sicherheit.
Und dann würde ich Sie schnell verwirren können:
Wollen Sie eine sicherere Chance im Bereich Risiko oder eine besondere Chance im Bereich Sicherheit?
Und schon sucht Ihr Gehirn nach diesem Schild:
mit Genehmigung von lustich.de
Aber jetzt kommt es noch schlimmer: Wie riskant ist eigentlich die Sicherheit? Wie sicher ist eigentlich das Risiko?
Ist man einmal bis hierhin vorgedrungen, dann erscheint einem die Geldanlage eher als Bürde: und das muß Sie auch! - Damit man nicht den Spieler in sich wach werden lässt..... Andererseits sollte man aber auch die Dankbarkeit in sich spüren.... dass man überhaupt etwas zum Investieren hat!
Zwischen diesen beiden Polen entsteht die eigentliche Sicherheit. Sobald man zu einem der Pole den Kontakt verloren hat, sucht sich das Geld einen anderen Besitzer, jedenfalls im spekulativen Bereich.
Von dieser Basis innerer Sicherheit müssen Sie sich jetzt eine Entscheidung abringen: sich ein paar Minuten jeden Tag um das Geld zu kümmern. Und das ganze Prozedere dabei aber einfach und überschaubar zu halten.
Selbst Einstein war der Meinung:"Man muß die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher!"
Jetzt schauen Sie einmal Ihren bisherigen Plan an, der Ihrem Depot zugrundeliegt:
Und lesen Sie dann folgende Zeilen:
"Der komplexere Plan hat mehr Ausschmückungen, Überflüssiges und Unwägbares. Er stellt höhere Anforderungen an unsere Koordinationsfähigkeit und dürfte sich unter dem Druck der Friktionskräfte (Stressfaktoren, A.d.R.) eher auflösen. Die komplexere Lösung sieht zwar theoretisch recht attraktiv aus, doch da sie die ohnehin geringen Kontrollmöglichkeiten, die wir in ungewissen strategischen Situationen haben, weiter untergräbt, kann sie uns die Initiative auf dem Schlachtfeld kosten."
Soweit zitiere ich aus dem Buch "Vom Kriege" von Carl von Clausewitz, einem der berühmtesten Strategen überhaupt.
Wie sieht nun die einfache Strategie aus?
Sie legen 50% Ihres Geldes aufs Tagesgeldkonto.
Sie legen die anderen 50% ins ein Wertpapier mit der Nr.....
Lesen Sie die Details in der Ausgabe der Investoren-Akademie vom 29.12.06 nach: Der Titel lautete:
"Die Benchmark 2007"
Nach vier Monaten notiert das Wertpapier jetzt über 21 Euro.
Die Benchmark 2007 hat damit eine Performance von ca. 20%, wobei die Hälfte des Geldes nie angerührt wurde.
Wo liegt Ihr Depot?
Und natürlich kann man in die Benchmark noch einsteigen.
So muß man vorgehen, wenn man keinerlei Ahnung hat. Und dabei liegt immerhin 50% Ihres Geld im Feuer. Die Nutzung eines Stopp Loss zu erlernen wäre der nächste Schritt. Und der nächste Schritte besteht dann darin, der Wahrscheinlichkeit ein Schnippchen zu schlagen - keinesfalls jedoch darin, daß Sie Allwissenheit erlangen und dann die Wahrheit austricksen.
Schließen will ich mit dem berühmten Spruch von Warren Buffett: "Investieren ist einfach, aber nicht leicht!" schließen.
Aber kennen Sie auch das Original?
"So ist denn in der Strategie alles sehr einfach, aber darum nicht auch alles sehr leicht".
Carl von Clausewitz (1780-1831)
Viel Erfolg!
Ihr Doc
(Dr. Markus Schoor)
P.S. Sie brauchen noch einen "Schupps" ? Lesen Sie den Artikel unten über die angebliche Sparkatastrophe in Amerika!
