Silizium-Engpass wird sich 2008 auflösen
Profit Radar
vom 14. September 2006 19:00 Uhr
ENL5454
Um noch ein wenig Öl ins Feuer der Solar-Aktien zu genießen: Aktuell belastet der Engpass an Silizium –– das Schlüsselmaterial für die Produktion von Solarzellen. Auch das drückt auf die Margen, da die hohen Produktionskosten nicht endlos an die Endkunden weiter gegeben werden können.
Doch so gut wie alle führenden Silizium-Produzenten haben massiv in neue Anlage investiert, so dass damit gerechnet wird, dass sich schon 2008 der Silizium-Engpass auflösen wird und die Preise fallen.
Neben dem Silizium-Preis sind die staatlichen Förderprogramme ein weiterer wesentlicher Faktor, der mit berücksichtigt werden muss. Die größten Anbieter von Solar-Förderprogrammen – die USA, Deutschland, Italien, Spanien und China – werden ihre Programme entweder auf diesem Niveau halten oder sogar ausbauen, um die Abhängigkeit von Öl weiter zu reduzieren. Jedoch wird keine Regierung die Förderprogramme auf Dauer bestehen lassen. Irgendwann muss sich Solarenergie von selbst rechnen. In der Branche wird das Jahr 2015 angepeilt, um mit fossilen Brennstoffen konkurrieren zu können.
Bis dahin werden Solarmodule nicht nur kostengünstiger, sondern auch wesentlich effizienter sein als die heutigen. Neben den vielen japanischen Mischkonzernen, die als First-Mover schon auf dem Markt sind wie Sharp, Kyoera , Sanyo und Mitsubishi, ist für mich vor allem Suntech Power als purer Solar-Player der Favorit. Denn Suntech ist sowohl in Europa als auch in China gut positioniert und kann westliches Knowhow mit chinesischen Produktionskosten verbinden – ein fast unschlagbar Marktvorteil.
Gute Kurs wünscht Ihnen
Volkmar Michler