Silber - Was machen die Trading-Idee und der langfristige Fahrplan?
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 18. Juli 2011, 13:00 Uhr
ENL5454
Am 20. Mai hatte ich erstmals auf das Auseinandergehen der Schere zwischen Gold- uns Silberkurs hingewiesen. Nachdem der mögliche Trade auf ein Schließen der Lücke (Gold short, Silber long) bis zum 1. Juni recht gut funktioniert hatte, wies ich bei der letzten Analyse am 17. Juni auf eine neue Chance hin, diesen Trade zu wiederholen.
Silber stand zu diesem Zeitpunkt bei 35,5 USD, Gold bei ca. 1.530 USD. Bis heute konnte Silber um fast 10% auf 39 USD zulegen, während Gold lediglich um 4% auf 1.590 USD stieg.
(Quelle: Ariva.de) Vergleich von Silber und Gold, vom 1. Mai 2011 bis heute
Die Verluste des Gold-Shorts wären also deutlich geringer gewesen als die Gewinne des Silber-Long, was in Summe erneut zu einem netten Gewinn hätte führen können. Sicherlich sind 6% Differenz keine Welt, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und ich könnte mir vorstellen, dass sich die beiden Wert auch bald noch weiter annähern.
Langfristiger Fahrplan gilt weiterhin
Auch wenn ich kurzfristig also durchaus bullisch für Silber (zumindest im Verhältnis zu Gold) eingestellt war oder bin, möchte ich dennoch den langfristigen Fahrplan nicht aus den Augen verlieren. Hier ein Auszug aus der letzten Analyse:
"Vielleicht erinnern Sie sich auch noch, dass ich langfristig für beide Edelmetalle vor dem Hintergrund steigender Zinsen bärisch gestimmt war. Daran hat sich natürlich auch bis heute nichts geändert. Meine damalige Marschrichtung lautete: kurzfristig bärisch, mittelfristig bulisch, langfristig bärisch."
Aus Sicht von damals befinden wir uns derzeit in der mittelfristigen Kursentwicklung bzw. Erwartung.
Und weiter:
"Auch wenn die fundamentale Seite (Angebot und Nachfrage) aktuell noch für steigende Kurse spricht, dürften die langfristig steigenden Zinsen eben wiederum genau zu einer Einhaltung des Fahrplans führen."
Das riesige Korrekturpotential, welches sich insbesondere aus den logarithmischen Charts ergibt, könnte dann voll ausgenutzt werden. Noch sind die Zinsen aber niedrig und werden es wohl auch in diesem Jahr noch bleiben. Zudem muss die Verschuldungskrise noch vollständig verdaut sein und nicht ständig neue Hiobsbotschaften zu Tage kommen. Denn solenge werden die Edelmetallpreise wohl eher durch Angst und weniger aufgrund charttechnischer Argumente getrieben sein.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche
Sven Weisenhaus
