Silber: Investmentnachfrage ungebrochen stark
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 19. November 2010, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Auch die Getreidepreise zeigen sich in dieser Woche deutlich volatil. Belastend wirken auch hier insbesondere die möglichen Straffungsmaßnahmen Chinas, welche die Sorge schüren, dass eine Abkühlung des rasanten chinesischen Wachstums möglicherweise auch die Nachfrage nach Getreide dämpfen könnte.
Mais zur Lieferung im Dezember fiel zur Mitte der Woche auf ein Tief bei 5,09 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT und notiert aktuell bei 5,22 US-Dollar pro Scheffel.
Sojabohnen zur Lieferung im Januar erreichten zur Wochenmitte ein Tief bei 11,76 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT und notieren aktuell bei 12,04 US-Dollar pro Scheffel.
Ausblick
Angesichts des deutlichen Rohöllagerabbaus in den USA, sowie des Rückgangs der Benzinlagerbestände in den niederländischen Häfen, sollte der Ölpreis in den nächsten Tagen wieder ein wenig anziehen. Doch nur insofern die Stimmung mitspielt, denn nach wie vor ist die Stimmung der wichtigste Preistreibende Faktor an den Märkten. Ich gehe davon aus, dass die Ölpreise aber vorerst in ihrer Range zwischen 80 und 90 US-Dollar weiter notieren.
Langfristig bleiben die Aussichten für die Edelmetalle generell nach wie vor hervorragend. Kurzfristig dürfte sich der Goldpreis nach der Korrektur vorerst stabil halten, wobei der Bereich um 1.330/1.320 US-Dollar pro Feinunze einen starken Unterstützungsbereich markiert. Silber dagegen, bietet, insbesondere nach der Korrektur, weiterhin deutliches Aufholpotenzial. Dafür spricht auch die ungebrochen starke Nachfrage seitens der Investoren. So berichtet der weltgrößte Silber-ETF iShares Silver Trust von Zuflüssen in Höhe von rund 55 Tonnen, allein in den letzten 3 Tagen.
Sofern die Stimmung mitspielt, sollte der Kupferpreis weitere Unterstützung finden.
Die Stimmung bestimmt natürlich auch die Getreidemärkte und nach den deutlichen Preisanstiegen der Vorwochen, ist ein Rückgang in dieser Woche nichts ungewöhnliches, zumal hier auch Gewinne mitgenommen wurden. Die Preise sollten nun vorerst einmal nach unten abgesichert bleiben. Sobald die Reaktionen auf chinesische Straffungsmaßnahmen als übertrieben empfunden werden, könnten Mais und Sojabohnen erneut Potenzial nach oben haben.
So long liebe Leser...damit verabschiede ich mich, aber nicht nur für dieses Wochenende, sondern auch für die kommenden 2 Wochen...wie ich gestern schon angekündigt hatte, fliege ich morgen nach Sri Lanka in den wohlverdienten (oh ja) Urlaub...ich habe allerdings einige Beiträge zum Schmökern während meiner Abwesenheit für Sie vorbereitet...zudem wird Sie mein Kollege Tom Firley mit aktuellen Informationen versorgen...ich wünsche Ihnen jedenfalls eine schöne Zeit und freue mich, wenn wir uns in 2 Wochen wiederlesen...liebe Grüße...
Ihre Miriam Kraus
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