Silber: Die Lösung für ein globales Hygieneproblem
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 1. Oktober 2010, 17:00 Uhr
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Die großen Aktienmärkte treiben die Trader weiter in Richtung Wahnsinn. Sie hüpfen hoch und runter wie bei einem Flummi. Deshalb bleibt die Stimmung jedoch weiterhin so verhalten, dass immer wieder ein Ausbruch aus der quälenden Seitwärtsbewegung nach oben möglich bleibt. Marktbreite und Verhalten der professionellen Anleger sind konstruktiv. Geld wird fröhlich weiter gedruckt, das hält den US-Doller schwach und freut die Rohstoffinvestoren. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, auch wenn es Nerven kostet.
Schmutziges Geld: Eine Gefahr für die Hygiene?
Apropos Geld: Zu diesem Thema flatterte mir heute ein interessanter Artikel auf den Schreibtisch (Dank an F. Jäckel für die Zusendung!). Auch wenn er nicht mehr ganz taufrisch ist, finde ich ihn doch so interessant bzw. amüsant, dass ich kurz darauf eingehen möchte. Es geht um schmutziges Geld. Nein, keine Geldwäsche oder ähnliches - auch wenn sie in diesem Fall dringend geboten erscheint. Es geht um die hygienische Belastung der Geldnoten mit Keimen.
Ein australischer Wissenschaftler hat erforscht, wo die Geldnoten am meisten belastet sind. Rein statistisch gesehen, ist die Keimzahl in Ländern mit unfreien Regierungen am höchsten. Ganz im vorderen Feld rangieren China und einige afrikanische Staaten. Über diese Statistik kann man denken, was man will. Ich bin der Ansicht, dass der Autor hier das Rechnen etwas übertrieben hat und sich lieber die reale Geldbeschaffenheit in diesen Ländern etwas genauer hätte ansehen sollen. Denn in diesen "dreckigen" Staaten ist der Anteil an Scheinen besonders hoch, der an Münzen besonders gering.
Die Lösung: Einführung einer Silberwährung!
Um der Keimbelastung Herr zu werden, würde eine einfache Maßnahme ausreichen, die völlig von der herrschenden Regierungsform oder anderen politischen Gegebenheiten unabhängig ist. Wie wäre es mit der Einführung einer Silberwährung? Bekanntermaßen wirkt Silber keimtötend. Da würde man also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Währung hätte einen realen Wert - und die Keime würden gleich beim Bezahlen vernichtet.
Angesichts schrumpfender Silberbestände aufgrund der verstärkten Industrie- sowie Anlagenachfrage würde diese Währung voraussichtlich sogar in Zukunft deutlich im Wert ansteigen. Damit kommen wir auch gleich zum zweiten Thema des heutigen Tages: Immer mehr rohstoffgedeckte Anlagevehikel kommen auf den Markt. Endlich profitieren von der Nachfrage nach diesen nicht nur die Hedging-Abteilungen der Banken, sondern die Nachfrage wird real angekurbelt. Denn um einen ETC real mit Edelmetallen zu hinterlegen, wird dieses dem Markt entzogen, der Preis steigt weiter. Ganz im Gegensatz zu herkäömmlichen Zertifikaten oder Optionssscheinen, bei denen es sich nur um Buchgeschäfte handelt, die sich auf den realen Markt kaum auswirken. Lesen sie im zweiten Abschnitt mehr zu diesem interessanten Thema.