Silber - Charttechnik in Perfektion
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 4. Oktober 2011, 13:00 Uhr
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am Freitag hatte ich angekündigt, die Silber-Analyse fortzusetzen und die Frage zu beantworten, "ob wir nun bereits wieder Kaufkurse haben oder ob der Crash nur eine Erholung einlegt." Die gestrige Warnung für den DAX und die Aktienmärkte (US-Indizes) insgesamt war mir jedoch wichtiger.
Heute zeigt sich bereits, dass dies auch absolut Sinn machte. Auf die US-Indizes komme ich noch genauer zu sprechen und werde Ihnen die Anzeichen von Schwäche anhand von Charts aufzeigen. Doch zunächst möchte ich die Silber-Analyse komplettieren.
Charttechnik in Perfektion
Schauen wir uns hierzu den Silber-Charts noch ein wenig genauer an. Ein weiteres Beispiel von der immer wieder auftretenden Perfektion der Charttechnik.
(Quelle: CFX-Broker) Silber, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Das Prinzip der Wellengleichheit
Sie kennen vielleicht (bereits aus früheren Wave Daily-Ausgaben) das Prinzip der Wellengleichheit?!
Dieses Prinzip, welches auch insbesondere in der Elliott-Wellen-Theorie Anwendung findet, besagt, dass einer Aufwärts- oder Abwärtsbewegung meist noch eine Bewegung folgt, die in dem Ausmaß genau gleich lang ist.
Auf dieses Prinzip hatte ich mich gestützt, als ich neben der Erwartung einer noch folgenden Welle C bei meiner jüngsten Silber-Analyse schrieb: "Und diese zweite Bewegung erfolgt meist in ähnlicher Dynamik wie die erste."
Welle C dürfte abgeschlossen sein
Nun sehen Sie anhand der im Chart eingezeichneten roten Rechtecke, dass jeweils vom Hoch bis zum Tief einer Abwärtswelle gesehen, die Rechtecke genau gleich lang sind. Damit kann davon ausgegangen werden, dass die Welle C ihr ende gefunden hat. Eine Konsolidierung auf aktuellem Niveau, auch um die jüngsten Kursverluste zu verdauen, ist damit extrem wahrscheinlich.
Korrektur oder Abwärtstrend?
Das heißt jedoch noch nicht, dass die Abwärtsbewegung insgesamt beendet ist. Denn es muss sich nicht zwingend um eine ABC-Korrektur gehandelt haben.
Nach einem derart starken Anstieg und dem Erreichen das Allzeithochs, kann auch durchaus eine Trendwende erwartet werden. Demnach wäre die Abwärtsbewegung keine 3-gliedrige Korrektur, sondern ein 5-gliedriger Abwärtstrend. Und somit könnte das Ende der Welle C stattdessen auch das Ende der Welle 3 sein.
Fundamental betrachtet, also angesichts der ganzen noch schwelenden Brandherde, ist dies jedoch wenig wahrscheinlich.
Edelmetalle werden ein Schattendasein fristen
Sie wissen aber vielleicht noch aus meinen älteren Beiträgen, dass ich langfristig Gold und Silber aus dem Fokus der Medien verschwinden sehe. Langfristig gehe ich davon aus, dassdiese Assett-Klasse wieder ein Schattendasein fristen wird, wenn die Verschuldungsproblematik in den Griff bekommen ist.
Das kann natürlich noch eine Weile (Monate) dauern oder sogar zuvor die Situation eskalieren. Aber spätestens, wenn die Zinsen wieder ein attraktives Niveau erreichen, werden die klugen Anleger ihre Gelder wieder verzinst anlegen und dafür auf einen Teil der Versicherung (Gold und Silber) verzichten.
Ich möchte Ihnen aber noch einen Chart mit an die Hand geben, mit Indikatoren, die zwischen Korrektur und Abwärtstrend entscheiden können.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Le Bor (05.10. 2011 09:57 Uhr):
"dassdiese Assett-Klasse wieder ein Schattendasein fristen wird, wenn die Verschuldungsproblematik in den Griff bekommen ist." Ich bitte zu erklären, wie das geschehen soll. Dazu: 1. Die 'Verschuldungsproblematik' ist kein theoretisches Problem. Die bunten $- und jetzt auch €-Tapeten können nur durch totale Entreicherung der arbeitenden Menschen bis hin zur Mittelklasse entsorgt werden. 2. Infolgedessen ist mit kriegsähnlichen Zuständen zu rechnen. 3. Ob danach noch die Welt die gleiche ist, ist zu bezweifeln. Vielmehr besteht die Möglichkeit, daß dabei das ganze Finanzsystem mit entsorgt wird und sich die Weltwirtschaft zum internationalen Warentausch wendet. (Anmerkung: Die Hinwendung zum Warentausch und dem Nationalstaat ist die einzige Möglichkeit für die Völker, zu überleben, wobei regionale Konflikte nicht ausgeschlossen sind.) 4. Nach der Beseitigung des jetzigen Finazsystems, aber nur dann, werden die Edelmetalle zwar kein Schattendasein führen, aber an Bedeutung verlieren, dafür als Industriemetalle gewinnen, was aber beim Warentausch eine untergeordnete Rolle spielt - es zählt nur der Tauschwert. Fazit: Nur der Zusammenbruch des Weltfinanz- und -wirtschaftssystems kann die Menschheit davor retten, bis auf einen Rest von 500 Mio ausgerottet zu werden(s. Stonhenge von Georgia), wobei auch Sie nicht verschont würden.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (06.10. 2011 12:49 Uhr):
Guten Tag! - - - Meine Erklärung: Ich halte die aktuellen Maßnahmen für durchaus geeignet, die Krise zu beherrschen. - - - Zu Ihrem Punkt 1: Vielfach glauben die Menschen (auch durch falsche Berichte der Medien), der Rettungsschirm in Höhe von 780 Mrd. Euro sei bereits geflossen. Dabei handelt es sich lediglich um Garantien und Bürgschaften, die vielleicht in dieser Höhe nie zum Einsatz kommen. Bislang sind nur ein Bruchteil davon an Hilfsgelder geflossen. Auch ist es falsch, dass dafür neue Euros oder Dollars gedruckt wurden. Durch den Aufkauf von Staatsanleihen ist es für die Notenbanken ein leichtes, das bereitgestellte Geld auch wieder aus dem Markt zu nehmen. - - - Zu 2: Glauben Sie das wirklich und wie begründen Sie dies? - - - Zu 3: Die Welt ist jetzt schon nicht mehr die selbe und dreht sich permanent ein Stück weiter. Auch der Euro ist ein (Lern-)Prozess. Ein System, bestehend nur aus Warentausch ohne Währung ist völlig an der Realität vorbei und wird es nie mehr geben, weil es schlicht nicht praktikabel ist. Wie stellen Sie sich das vor? - - - Zu 4.: Es wird ebenso keine "Beseitigung des Finanzsystems" geben, sondern allenfalls eine Anpassung. Und dieser Anpassungsprozess hat bereits begonnen. - - - Warum sollten 6 Mrd. Menschen ausgerottet werden, nur weil ein Finanzsystem zusammenbricht? Ich halte dies für völlig überzogen und absolut unbegründet. Und selbst wenn dies so wäre, was glauben Sie, wie viel dann Gold noch wert wäre?! - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.10. 2011 12:49 Uhr):