Silber
Henrik Voigt in DAX Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 5. August 2011, 08:30 Uhr
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die Börsen brechen immer weiter ein -gnadenlos. Inzwischen hat es alle Segmente erwischt, auch die bisher starken Emerging Markets befinden sich nun im Bärenmarkt, Rohstoffe werden ebenfalls verkauft, ein deflationärer Schock geht um die Welt - jetzt wo QE 2 ersatzlos gestrichen wurde. Daran sieht man recht deutlich, dass die Börsen in den letzten zwei Jahren Marionetten einer irren (vor allem amerikanischen) Notenbankpolitik waren und nicht aufgrund fundamental ach so wertvoller Erkenntnisse getrieben wurden. Ausgespielt.
Sicherer Hafen und Fluchtburg sind bislang die Edelmetalle. Aber wie lange noch? Eine Deflation macht auch vor ihnen nicht halt. Erst Recht, wenn von den Terminmärkten her etwas nachgeholfen wird. Anfang Mai crashte Silber, als die Sicherheitsleistung an den Terminmärkten erhöht werden müsste. Seit gestern geht das Gerücht, dass das auch bald für Gold gelten solle. Prompt brachen beide Edelmetalle ein. Silber ging mit einem Tagesverlust von 7 Prozent aus dem Handel, der MACD-Indikator steht auf „Verkaufen". Damit könnte das Metall seine technische Erholung auf den Mai-Crash damit beendet haben. Bedingung: Das letzte Hoch wird nicht mehr überschritten. Auch Gold dürfte dann fallen.
Silberchart seit einem Jahr
Der Aufwärtstrend ist ja bereits seit längerem gebrochen. Es kam lediglich zu einem Antesten von unten, was das Verkaufssignal bestätigt. Spätestens unterhalb der blauen Unterstützungslinie bei 32,50 $ wird Silber in einen Sell-Off bis ca. 20 $ übergehen. Auf dem Niveau würde ich dann allerdings freudig zugreifen und mir die Barren unters Kopfkissen legen. Man kann ja nie wissen, wie lange das Rumgeiere mit unserem Finanzsystem noch gut geht und wann der kriminellen Politelite das Ganze endgültig um die Ohren fliegt.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Strobel (05.08. 2011 10:58 Uhr):
Ich gehe davon aus, daß die Währungen infolge des inflationären Gelddruckens in Eu, voran aber den Usa, zusammenbrechen werden und die Golddeckung wieder zurückkeht. Deshalb kann ich auch keinen dauernden Verfall des Wertesder Edelmetalle sehen. Natürlich beeinflussen Spekulanten und Banken(bes. die Fed) den Kurs aus egiostischen und verbrecherischen Zwecken, der Wert als physische Anlage kennt bis zum Zusammenbruch des $ aber nur die Richtung nach oben, eben bis zur Einführung eines Goldstandarts für die einzelnen Währungen. M.M. nach verlieren die E-Metalle erst dann an Wert und ihre Bedeutung als Zahlungsmittel, wenn die Globalisierung der Weltwirtschaft beendet, dem 'Goldenen Kalb' der Kopf abgeschlagen wird und sich die Staaten auf den Warentausch einigen - übrigens der einzige Weg zu friedlicheren Verhältnissen, ohne dabei aber regionale Konflikte auszuschließen.
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