Sie müssen die Jahresprognosen richtig lesen

in Profit Radar
vom


Das Börsenjahr 2011 ist angelaufen. Damit ist nun die Zeit der obligatorischen Ausblicke für das neue Jahr gekommen. Auf so ziemlich jedem Börsenmagazin wird mit Prognosen für DAX und Co. geworben. Ich lese diese Prognosen immer ganz genau. Aber aus einem anderen Grund als Sie wahrscheinlich denken.


Ich lese diese Prognosen nicht, um endlich die Kursziele für die Börsen am Jahresende zu erfahren. Das ist nämlich Kaffesatz-Leserei. Ich lese diese Prognosen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Kursentwicklungen die „Experten" der Banken erwarten und welche Indexstände sie mehrheitlich prognostizieren.

Denn eines der wichtigen Verhaltens-Phänomene des Analysten ist ein ausgeprägter Herdentrieb. Deshalb agieren viele Investmentabteilungen der Banken und Assetmanager so ähnlich (das ist der Grund, warum es so wenig Outperformer gibt). So ergibt sich dann ein Bild, welche Indexstände zum Jahresende besonders häufig erwartet werden. Und dann weiß ich schon mal, was an der Börse nicht passieren wird!

Denn die Masse der Anleger liegt fast immer falsch. Einen Favoriten von mir für das erste Quartal oder vielleicht sogar das erste Halbjahr 2011 hatte ich Ihnen für den DAX ja schon genannt: Die Versorger. Und siehe da, nun liest man hier und da schon davon. Die Story kommt also langsam in Fahrt.

 

von
Daniel Wilhelmi
Daniel Wilhelmi

Daniel Wilhelmi ist als langjähriger Börsenjournalist aus Printmedien, zahlreichen Vorträgen und dem TV, z.B. „3sat-Börse“ oder „heute-journal“, bekannt.


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