Sie haben die Wahl
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 28. April 2010, 13:00 Uhr
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das hat gesessen gestern. Ob nun die Herabstufung Griechenlands durch die Rating-Agentur Standard & Poors für diesen Kursrutsch verantwoirtlich war ist eigentlich schon fast unwichtig. Fakt ist, dass die Märkte damit angezählt sind. Während es im Dax knapp 3% abwärts ging, traf es die Tec-Werte mit 5% schon ungewöhnlich hart. Auch der Euro gab nochmals bis auf unter die Marke von 1,32 EUR/USD kräftig nach und setzt seinen Abwärtstrend damit fort. Bei den US-Indizes kam es sowohl bei den Standard-Titeln (Dow Jones) als auch bei den Tecs (Nasdaq) zu Kursrückgängen um die 2%. Sieht also dort deutlich harmloser aus. Aber auch da dürfte damit der Startschuss für eine weitergehende Korrektur gefallen sein. Eine Bestätigung sollte aber noch abgewartet werden. Das es nun kritisch ausschaut sieht an sehr schön exemplarisch am nachfolgenden DAX-Chart.

(Quelle: S-Investor) DAX 3-Monats-Chart
Bevor ich aber heute auf die Fortsetzung der DAX-Analyse komme, möchte ich noch kurz ein anderes Thema aufgreifen.
Am Montag standen sich nicht nur wie üblich Bulle und Bär gegenüber, sondern ausnahmsweise auch die beiden Spitzenkandidaten der CDU (Jürgen Rüttgers) und SPD (Hannelore Kraft) für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 09. Mai 2010. Im TV-Duell auf WDR konnten sie Ihre Positionen darlegen.
Bemängeln könnte man an dieser Stelle bereits, dass die Kandidaten der anderen Parteien keine Gelegenheit hatten, sich und ihre Ideen ebenfalls den Wählern vorzustellen.
Unabhängig von meiner persönlichen politischen Meinung konnte aus meiner Sicht Frau Kraft nur wenig punkten. Insbesondere die schwammigen Aussagen zu einer möglichen Koalition mit der Linken waren sehr verdächtig. Daraus konnte man recht eindeutig schließen, dass die Linke eine Option ist, um die nötige Mehrheit zu erlangen. Daran erkennt man, dass durch alle politischen Parteien hindurch nicht die politischen Inhalte an erster Stelle stehen, sondern das streben nach Macht um jeden Preis. Herr Rüttgers hatte auf fast alle Fragen ziemlich plausible Antworten und wirkte sehr gut vorbereitet.
Aber dies ist nur ein persönlicher Eindruck und soll nicht meine politische Meinung repräsentieren.
Gehen Sie zur Wahl
Ich bin mir nahezu sicher, dass nicht alle von Ihnen aus NRW kommen und das Interesse für diese Wahl nicht zwingend teilen. Dennoch möchte ich dieses Thema kurz aufgreifen und alle Wahlberechtigten daran erinnern, am 09. Mai zur Wahl zu gehen. Ich selber komme aus Mülheim an der Ruhr, der Oase des Ruhrgebiets (Kommt vielleicht der ein oder andere Leser aus dieser Gegend? Schreiben Sie mir.) und werde meine Chance zur Stimmabgabe ganz sicher nutzen.
Unabhängige Quellen nutzen
Beschaffen Sie sich vorher Informationen über die unterschiedlichen Wahlprogramme. Verlassen Sie sich dabei nur nicht auf die Massenmedien. Hier werden bewusst Informationen weggelassen, um die Themen reißender zu gestalten. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen und stellen Sie eigene Recherchen an. Nutzen Sie unabhängige Quellen.
Wahl-O-Mat
Ein sehr hilfreiches Tool ist der Wahl-O-Mat, den Sie unter dem Link www.wahlomat.de aufrufen können. Hiermit können Sie fast spielerisch durch die Beantwortung einiger Fragen die für Ihre Interessen passende Partei finden. Es handelt sich dabei um ein unabhängiges Tool der Bundeszentrale für politische Bildung. Zudem werden Ihre Antworten nicht mit personenbezogenen Daten verknüpft und somit absolut anonym ausgewertet.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Otto Metzger (30.04. 2010 10:03 Uhr):
Sehr geehrter Herr Weisenhaus! Sie scheinen zu meinen, dass man Urteile fällen kann, ohne die eigene Meinung kund zu tun. - Ihr Wahlaufruf in Ehren! Aber Ihre pauschalen Aussagen über Frau Kraft haben etwa das gleiche Niveau wie die kritisierten Zeitungen. O.M.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (30.04. 2010 10:36 Uhr):
Hallo Herr Metzger, ihrer Kritik kann ich nicht ganz folgen. Mit meinem Urteil habe ich doch meine Meinung kund getan, denn mein Fazit nach dieser Sendung war schlicht und ergreifend, dass Herr Rüttgers aus meiner Sicht souveräner war und die inhaltlich besseren Antworten hatte. Ich habe mich dabei bewusst nicht auf konkrete Aussagen bezogen, da ich hier keine politische Diskussion lostreten wollte. Im übrigen kommt Frau Kraft gebürtig aus Mülheim, welche auch meine Heimatstadt ist. Sie können daher davon ausgehen, dass ich ihr schon alleine aus diesem Grund eher verbunden bin. Das ändert aber nichts an meiner persönlichen Einschätzung über das TV-Duell. Bis zur Wahl werde ich das Thema aber gerne noch mal aufgreifen. Dann lasse ich zu einigen Themen auch mal meine konkrete Meinung durchleuchten.
- Antwort von Sven Weisenhaus (30.04. 2010 10:36 Uhr):