Shanghai A Index mit Zwischenerholung
Andreas Wolf in DAX Daily
vom 07. Februar 2008 08:30 Uhr
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Liebe DaxDaily Leser,
wie unterschiedlich die Wirtschaftsentwicklung in verschiedenen Teilen der Welt auch sein möge, wenn man Stück für Stück die Aktienindizes der entsprechenden Länder untersucht und miteinander vergleicht, sind die Gleichläufe offenbar. Der schöne Schein des voneinander Abkoppelns unterschiedlicher Wirtschaftsräume ist durch die Globalisierung so gut wie unmöglich geworden Ein Blick auf den chinesischen Aktienmarkt offenbart, dass bei aller extrem positiven Entwicklung der vergangenen fünf Jahre auch dort eine Konsolidierung eingesetzt hat, die wohl unmittelbar mit den Schwierigkeiten der US-Wirtschaft zu tun hat. Aber auch das ungewöhnliche Winterwetter zeigt die infrastrukturellen Defizite, die im Reich der Mitte das Wachstum begrenzen.
Seit Mitte Oktober 2007 befindet sich der Shanghai A-Index, in den nur Chinesen investieren dürfen, in einem Konsolidierungsprozess. Er folgt einem Spurt des Aktienbaromters, der im November 2006 bei 1.946 Punkten begann und am Hochpunkt keine zwei jahre später bei 6.395 Zählern endete. Am Dienstag dieser Woche erreichte der Index mit einem Tief bei 4.403 Punkten den unteren Rand seines Abwärtskorrekturkanals, von dem er nach oben hin abprallte.
Wie bei vielen anderen Indizes haben auch beim Shanghai A Index die kurzfristigen, technischen Indikatoren bereits eine Kehrtwende vollzogen und deuten nach einem Kursverlust von 31 Prozent eine umfangreichere Gegenbewegung an. Damit steht der eingeleitete Abwärtstendenz mittelfristig noch nicht zur Debatte. Nachdem schon 10 Prozent vom Tiefpunkt wieder gut gemacht werden konnten, lässt die positive Indikatorenkonstellation durchaus weitere 15 Prozent bis an den Widerstand bei 5.500 Punkten zu. Danach dürfte es bis in die massive Unterstützungszone bei 4.000 Punkten weiter abwärts gehen. Damit sollte mittelfristige Konsolidierung dann beendet sein.
