Seuersenkungen – ein Allheilmittel?
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 02. September 2003 18:00 Uhr
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Steuersenkungen lassen mehr Geld in den Taschen der Konsumenten. Aber woher kommt dieses Geld? In den USA hat niemand irgendwelches Geld gespart – weder Konsumenten noch Regierung. Vor und nach der Steuersenkung wurden 100 % der verfügbaren Mittel ausgegeben. Aber, was ist das? Trotz der Steuersenkungen steigen die Ausgaben der Regierung weiter. Irgendwie und plötzlich gibt jeder mehr Geld aus, als jeder jemals hatte. Wir sollten Alan Greenspan nach einer Erklärung fragen. Vielleicht könnte er das mit dem "Produktivitätswunder" begründen.
Was derzeit passiert, ist natürlich, dass sich die USA mehr und mehr von den Ersparnissen der Welt leihen. Amerikas Verschuldung gegenüber dem Ausland erhöht sich jedes Jahr um ca. 5 % des Bruttoinlandsproduktes. Beim derzeitigen Tempo werden die USA dem Ausland im Jahr 2008 60 % ihres Bruttoinlandsproduktes schulden, so Richard Duncan. Gott segne sie.
In China haben jetzt eine Viertel-Milliarde Menschen Mobilfunkgeräte. Sie nutzen sie, um ihre Dollar-Investments zu checken.
In Japan scheint ein größerer Turnaround stattzufinden. Die Anleihenrenditen haben sich seit Mai fast verdreifacht. Sie stehen jetzt bei 1,47 %. Die Konsumentenpreise fallen zwar immer noch, aber nicht mehr stark. Die Aktien steigen ... das sieht wie die lang erwartete Erholung aus. Oder es ist nur eine weitere Schein-Erholung.