Seminar in München
Rüdiger Maaß in Wave Daily
vom 29. Mai 2007 13:00 Uhr
ENL5454
Lieber Wave Daily Leser,
ich hoffe, dass Sie ein erholsames Pfingstfest verbracht haben. Am vergangenen Mittwoch habe ich mich auf den Weg nach München gemacht und eine lehrreiche Fahrt mit dem Pkw unternommen. Gegen 23:00 Uhr näherte ich mich einem hell erleuchteten Warnschild mit der Aufschrift – Staugefahr Richtung München -. Ein weiteres Hinweisschild wies auf eine Umleitungsstrecke hin.
Was hätten Sie gedacht, wenn Sie mitten in der Nacht ein Schild – Staugefahr – sehen und sich nur wenige Autos auf der Autobahn befinden? Ich überlegte hin und her und entschied mich diesem Hinweis nicht zu folgen. Mir kam der Gedanke in den Sinn, dass bestimmt jemand vergessen hatte, die Warntafel auszuschalten.
Die Konsequenz folgte auf den Fuß. Nach ca. 50 km las ich ein unübersehbares Warnschild, dass auf einem Fahrzeug befestigt war – Vorsicht Stau – Ein Schwertransport befindet sich auf der Autobahn und kann nicht überholt werden. Ich fasste mich in Geduld bis der Schwertransport eine Pause machte und war froh nach ca. 45 Minuten endlich wieder freie Fahrt zu haben. „Jetzt ist es überstanden", dachte ich. Nach kurzer Zeit folgte die bittere Enttäuschung. Auf einem großen Schild wurde ich darüber informiert, dass die Autobahn gesperrt worden war. Die nächsten Stunden bewegte sich die Autoschlange manchmal gar nicht und in der übrigen Zeit nur im Schritttempo. Mein Ziel erreichte ich 3 Stunden später als geplant. In dieser Nacht habe ich mir fest vorgenommen, nie wieder ein Warnschild auf der Autobahn zu ignorieren.
Der Investor Verlag hat in München ein Devisenseminar veranstaltet und mich als Referent eingeladen. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich für die ausgezeichnete Organisation dieser Veranstaltung bei Frau Brüggemann bedanken.
Am 24.05. wurden die Geschichte und die Grundlagen für den Devisenhandel besprochen. Als letztes Thema für diesen Tag hatten wir eine Tradingplattform von der Saxo Bank auf der Agenda. Nachdem wir uns über Geld- und Briefkurse ausgetauscht hatten und das Elliott Wave Prinzip als technisches Analyseinstrument erwähnt wurde, sollte ich die Anwendung in der Praxis vorstellen. Sie können sich sicher vorstellen, dass ich mir etwas Sorgen über den berühmten Vorführeffekt machte. Gewöhnlich funktioniert es – nur in dem Moment nicht, wenn man es vorführen will. Glücklicherweise wurden wir beim Euro Dollar fündig. Eine kleine vierte Welle war zu erkennen und ich hoffte auf ein letztes Tief. Wir entschieden uns, auf dem Demokonto eine Shortpostition zu eröffnen. Nach wenigen Minuten gelang uns der Einstieg mit einer Limitorder. Der Ausstieg gelang einen Punkt vor dem Tief. Sie können sich sicherlich meine Erleichterung vorstellen.
Am 25.05. vertieften wir die Anwendung vom Elliott Wave Prinzip, besprachen die Trend- und Korrekturmuster mit dem Ziel zu einer Tradingstrategie mit einem kurzen Stopp und überdurchschnittlichen Gewinnschancen zu kommen. Auch hier wurde der Ruf nach einem praktischen Bespiel laut. Also untersuchte ich am späten Nachmittag den Euro/Dollar, das Cable und den Dollar/Yen, um ein Tradingsignal zu finden. Nach ca. 15 Minuten entdeckte ich, wie am Vortag, eine vierte Welle. Der Markt bewegte sich zwar im Bereich meiner Limit Kauf Order, wurde aber nicht ausgeführt. Glücklicherweise erreichte das Währungspaar auch in diesem Fall das vorgegebene Ziel. Sie können sich sicherlich meine Erleichterung vorstellen.
Es hat mir eine große Freude gemacht, mit den hochmotivierten Teilnehmern diese erbauliche Zeit zu verbringen und danke an dieser Stelle den Teilnehmern für ihr besonderes Interesse.