Seltene Erden: Diese Metalloxide werden immer wichtiger
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Seltene Erden
vom 22. März 2010, 17:00 Uhr
ENL5454
da sich Klaus Buhl, wie angekündigt, einige Tage wohlverdienten Urlaubs gönnt, werde ich Sie in dieser Woche weiter mit dem spannenden Thema Arafura bzw. Seltene Erden" unterhalten. Bei meinen Recherchen zu dieser Artikelserie über Arafura und die Seltenen Erden" musste ich leider feststellen, dass in den Medien alles Mögliche als "Seltene Erden" durch die Gegend geistert, was diesen eigentlich gar nicht zuzurechnen ist. Daher habe ich mich entschlossen, heute noch einen kurzen Ausflug in die Mineralogie zu machen und Ihnen diese Stoffgruppe einmal genauer vorzustellen.
"Seltene Erden" sind eigentlich Metalloxide
Die "Seltenen Erden" sind eigentlich Oxide einer bestimmten Gruppe von Metallen. Früher wurde generell für Oxide der Begriff Erden" verwendet, daher existiert noch heute dieser etwas altertümlich anmutende Begriff für diese Stoffgruppe. Die Seltenerdmetalle, auch Lanthanide genannt, kommen mit einem Anteil von 170 ppm relativ häufig in der Erdkruste vor. Selbst das seltenste Element darunter, Thulium, kommt mit 0,19 ppm noch wesentlich häufiger als z.B. Gold mit 0,005 ppm.
Sie umfassen 15 relativ ähnliche Elemente aus der dritten Gruppe des Periodensystems mit den Atomnummern 57 bis 71: Lanthan, Cer, Praseodym, Neodym, Promethium, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium und Lutetium. Zusätzlich werden die Elemente Scandium (Ordnungszahl 21) und Yttrium (39) zu dieser Stoffgruppe gezählt. Eingeteilt werden die "Seltenen Erden" in leichte und schwere "Seltene Erden", die sich in der Natur immer im Gemisch, aber in unterschiedlichen Gehalten angereichert finden.
Immer häufiger werden strategische Metalle fälschlich als "Seltene Erden" bezeichnet
Neben diesen Metallen geistern auch immer wieder andere Stoffe unter dem Begriff der "Seltenen Erden" durch die Medien. Manchmal ist es das Lithium, häufiger Tantal oder Niob, aber ebenso Stoffe wie Gallium, Germanium, Hafnium oder andere. Das mag sich zwar interessant anhören, ist aber grundsätzlich falsch. Hier handelt es sich um Metalle mit ganz anderen chemischen bzw. mineralogischen Spezifikationen. Diese Begriffsverwirrung ist vermutlich entstanden, weil diese den seltenen bzw. besser gesagt strategischen Metallen zugeordnet werden müssen, denn sie sind entweder relativ selten wie das Germanium bzw. wie z.B. das nicht besonders seltene Lithium für wichtige Zukunftstechnologien nahezu unverzichtbar. Alle diese Stoffe zählen mit noch einer Menge weiteren zu den Nebenmetallen, sind aber keine "Seltenen Erden".
ähnliche Beiträge:
- Ein interessanter Trade..., aber verspielen Sie nicht Haus und Hof
- Zu Molycorp und Lynas
- Seltene Erden
- Seltene Erden – Aktien
- Seltene Erden – weitere Mineralienvorkommen
- China bildet Monopol für die Produktion von "Seltenen Erden"-Metallen
- Seltene Erden – Phosphatlagerstätten
- Setzen Sie auf nordamerikanische Seltene Erden-Unternehmen
- Wir brauchen schleunigst neue Seltene Erden Minen