Seitwärtsmärkte - das Salz in der Suppe
Rüdiger Maaß in Wave Daily
vom 15. Mai 2007 13:00 Uhr
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Lieber Wave Daily Leser,
seit ungefähr 14 Tagen bewegt sich der NASDAQ in einer kleinen Range seitwärts. Dem DAX geht es, mit kleinen Ausnahmen, auch nicht besser. Langsam wird es langweilig. Je länger die Seitwärtsbewegung geht, desto geringer wird das Interesse an den Aktienmärkten, könnte man denken.
Wir sollten in den Ruhephasen des Marktes besonders aufmerksam sein. In diesen Zeiten wird der Bogen gespannt. Irgendwann können die Finger die Spannkraft der Sehne nicht mehr halten – Eine gewaltige Kraft schießt den Pfeil in die Ferne.
Die Seitwärtsbewegungen in den Aktienmärkten geben uns sehr wichtige Informationen. Je länger Korrekturen andauern, desto mehr Informationen erhalten wir über den zukünftigen Verkauf des Marktes.
Und wo liegt das Problem? Diese Frage liegt Ihnen bestimmt schon auf der Zunge. Längere Korrekturphasen beginnen mit einem einfachen Korrekturmuster. Stellen Sie sich bitte vor, dass Sie zufrieden stellende Gewinne während eines Trends realisieren konnten. Sie warten eine einfache Korrektur ab und eröffnen eine Position. Der Markt steigt wie erwartet. Die Hoffnung auf den nächsten Trend wächst. Plötzlich fällt der Markt zurück. Ihr Stopp wird ausgelöst. – Kann ja mal passieren -. Geduldig warten Sie auf die nächste Chance und wieder kurz nach dem Einstieg wird Ihr Stopp ausgelöst. Ein großer Teil der Gewinne kann wieder verloren gehen, wenn wir nicht bemerken, dass der Markt sich in einer längeren Seitwärtsbewegung befindet. In diesen Zeiten ist besser mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, einen Urlaub zu machen, Golf zu spielen oder sich auszuruhen.
Mit einem praktischen Beispiel möchte ich Ihnen meine Idee verdeutlichen. Auf der linken Seite ist die erste Korrekturwelle mit einem a gekennzeichnet. Das Ende der Welle a ist gewöhnlich ein guter Level, um eine Longposition zu eröffnen. Der Markt steigt in der Welle b und macht ein neues Hoch. Wunderbar, die Welt ist in Ordnung, könnte man denken. Dann der Rücklauf in der Welle c mit einem neuen Tief. Wir werden ausgestoppt, weil wir den Stopp etwas unter das Tief der Welle a gelegt haben. Nach kurzer Zeit erkennen wir, dass es sich um eine Korrekturform handelt, die auf einen stark steigenden Markt hinweist. Jetzt wird unsere Geduld auf die Probe gestellt. Weitere sechs Korrekturwellen folgen.
Machen Sie sich bitte keine Sorgen über die Fachbegriffe, die ich verwende. Wichtig ist nur, dass Sie sich auf längere Korrekturmuster einstellen können.
Spätestens am Ende der Welle Y entsteht Klarheit. Es hat sich ein zusammengesetztes Korrekturmuster gebildet. Das Flach in Welle w zeigt einen stark steigenden Markt an. Die diagonal zusammenlaufenden Korrekturwellen zeigen ein Abschlussmuster an.
Die Prognose ist jetzt einfacher geworden. Es folgt ein stark steigender Markt, weil sich ein Flach gebildet hat. Dieser Trend wird aus einer steigenden 5er Welle bestehen, weil sich nach einem waagerechten Dreieck eine Trendwelle bildet. Zu guter letzt können wir sagen, dass sich nach dem starken Trend, eine Trendumkehr entwickeln wird, weil sich ein Abschlussmuster gebildet hat.
Die Seitwärtsmärkte sind das Salz in der Suppe. Betrachten wir Sie als das was sie sind – ein sehr wichtiger Bestandteil des Marktes.
