Sehen Sie sich einmal Exchange Traded Funds an
Von Dr. Mark Skousen in Investoren Wissen
vom 09. März 2006 16:00 Uhr
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In den 40 Jahren, in denen ich mich mit Börse beschäftigte, habe ich eine Menge Umwälzungen für die Finanzbranche erlebt: Geldmarkt Fonds, Rohlinge bei Goldmünzen, Steuerflucht, Fonds ohne Ausgabeaufschlag, riesige Fortschritte beim Telefon und nicht zu vergessen: Das Internet. Deswegen sind die Gebühren beim Wertpapierkauf immer weiter gefallen.
ETFs bieten jede Menge Vorteile
Eine andere große Revolution sind die Exchange Traded Funds ETFs. Warum bieten sie so gute Anlagemöglichkeiten? Ich nenne Ihnen ein paar Gründe:
1. Flexibilität. ETFs in den USA, aber auch die in Deutschland gehandelten, funktionieren ähnlich wie Fonds ohne Laufzeit. Sie können diese den ganzen Tag über an der New York Stock Exchange NYSE oder der American Stock Exchange AMEX handeln. Der ständige Handel bei ETFs bieten gegenüber normalen Fonds einen großen Vorteil. Bei Fonds gibt es oft nur einmal am Tag einen Kurs. Beim ETF wissen Sie jederzeit, wie der Preis ist.
2. Liquidität. Als die ETFs im Jahr 1993 eingeführt wurden, gab es nur einen auf den S&P. Dieser hieß S&P Depositary Receipt (AMEX-Kürzel: SPY). Börsianer nennen diesen ETF deshalb auch Spider.
Damals lag das Handelsvolumen bei weniger als 100.000 Stück am Tag. Heute werden von diesen Spiders, aber auch von verschiedenen anderen ETFs, Millionen von Anteilen am Tag gehandelt.
3. Niedrige Kosten und Zuverlässigkeit. ETFs sind Indexfonds. Sie sind aber billiger, als normale Fonds. Mit ETFs können Sie sich Ihr eigenes gut diversifiziertes Portfolio zusammenstellen, ohne Gebühren und Ausgabeaufschläge oder anderen Beschränkungen.
Sie wissen auch, was sie für Ihr Geld bekommen und brauchen sich keine Sorgen über die Arbeit eines Fondsmanagers machen. Vielmehr können Sie mit ETFs Ihr eigener Fondsmanager werden – je nachdem, in welchen Sektor Sie investieren wollen.
Rund 200 verschiedene Produkte
4. Wahlmöglichkeiten. Das Universum der ETFs wird immer größer. Inzwischen gibt es mehr als 200 ETFs in den USA, die fast jeden Sektor in den Staaten, aber auch im Ausland, abdecken.
Zum Beispiel Banken, Anleihen, Indizes, Value- oder Wachstumsaktien, Small Caps, Mid Caps, Blue Chips, Verbraucher, Immobilien und und und ...
5. Leerverkaufen. Das wissen nicht viele Investoren, aber Sie können ETFs auch leer verkaufen. Zum Beispiel wenn Sie denken, dass sie zu teuer sind oder dass die Kurse allgemein fallen werden. ETFs sind im Prinzip Indexfonds. Anders als bei den aktiv gemanagten Fonds gibt es nur selten eine Ausschüttung. Deshalb können Sie erst Gewinne einstreichen, wenn Sie verkaufen.
Weil ETFs über die Börse und nicht über die Fondsgesellschaft gehandelt werden, müssen die Manager der ETFs keine Aktien verkaufen, wenn Anleger ETFs zurückgeben um diese auszubezahlen.
3 konkrete Empfehlungen
Meiner Meinung nach sind unter anderem diese 3 ETFs interessant:
iShares auf die MSCI Emerging Markets (AMEX-Kürzel: EEM). Dann iShares auf den FTSE/Xinhua China 25 Index Fund (NYSE-Kürzel: FXI). Zuletzt noch: streetTracks Dow Jones STOXX 50 (NYSE-Kürzel: FEU).
Denken Sie aber an den Rat von Ben Franklin: "Große Vermögen können auf Hohe See. Kleine Boote dagegen sollten lieber in der Nähe der Küste bleiben."
Riskieren Sie also nicht zu viel!