Schwarz Pharma mit erwarteten Umsatzeinbruch
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 26. Juli 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Schwarz Pharma hat erwartungsgemäß im 2. Quartal und damit auch im ersten 1. Halbjahr weniger Umsatz erzielt als im Vorjahr. So sank der Erlös im 2. Quartal auf 264,2 Mio. Euro nach 509,9 Mio. Euro zuvor und in den ersten 6 Monaten auf 490,4 Mio. Euro nach 978,1 Mio Euro zuvor. Analysten hatten mit schlechten Umsätzen gerechnet. Die guten Umsätze des Vorjahres waren vom Omeprazol-Geschäft geprägt. Mittlerweile hat sich die Konkurrenzsituation bei diesem Produkt verändert, so dass es zu diesem Umsatzrückgang gekommen ist.
Im ersten Halbjahr wurde ein Betriebsergebnis von 8,6 Mio. Euro nach zuvor 259,6 Mio. Euro erreicht. Der Konzernverlust beläuft sich auf 1,2 Mio EUR.
Ohne die Effekte aus einer Rückstellungsauflösung für Omeprazol und der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in den USA ergibt sich ein Konzerngewinn von 0,3 Mio EUR. Schwarz Pharma hatte im Patentstreit in den USA um das umsatzstarke Magenmittel Omeprazol mit dem Generika-Hersteller Mylan Pharmaceuticals und dessen spanischem Partner Esteve Quimica einen Vergleich geschlossen.
Beim Ausblick kündigte Schwarz Pharma an, in diesem Jahr in Forschung und Entwicklung mehr als 170 Mio. Euro zu investieren. Die Umsatzprognose bleibt trotz Umsatzrückgang am oberen Rand der bisherigen Schätzung. Außerdem soll der Zulassungsantrag für das neue Parkinson-Pflaster Rotigotin wie geplant im laufenden dritten Quartal gestellt werden. Die Projekte zu Harninkontinenz, Epilepsie und zum neuropathischen Schmerz befinden sich laut Schwarz Pharma in Phase III.
Schwarz Pharma kann um 0,53 % auf 26,14 Euro zulegen.