Schuldenabbau über Sparer

in Rohstoff Daily zum Thema Gold
vom


Jeder weiß, wir haben es momentan und insbesondere in Europa mit einer Schuldenkrise zu tun. Darüber müssen wir ja eigentlich nicht sprechen. Sprechen wir doch lieber noch einmal darüber, wie Staaten ihre Schulden eigentlich loswerden (mit Ausnahme der Staaten, die ihre Pleite erklären und einfach nicht mehr zahlen, dann aber massiv am Boden sind und auch so schnell nicht wieder aufstehen, versteht sich).Tatsächlich sind gerade negative Realzinsen ein beliebter Weg für Staaten um ihre Schuldenberge abzubauen. Ein prägnantes Beispiel dafür sind die USA, wo 1945 die Staatsschulden auf 120% vom BIP explodiert waren. Auch damals lagen die realen Zinsen unterhalb der Teuerung - die Staatsschulden sanken innerhalb der folgenden 10 Jahre um 50%. Einen ähnlichen Weg ist auch Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg gegangen.


Der Chefökonom der österreichischen Industriellenvereinigung, Christian Helmenstein, geht allerdings nicht davon aus, dass die Industrienationen sich so innerhalb von nur 10 Jahren sanieren können. Mindestens 25 Jahre einer solchen „finanziellen Repression" müssten es diesmal sein.

In dieser Rechnung müssen immer die Sparer bezahlen. 

Tja, ja, "Gold zahlt keine Zinsen", heißt es im Allgemeinen. Das mag stimmen, doch in 47% aller Monate seit dem Jahr 2000 tun das die meisten Staaten real auch nicht mehr. Negative Realzinsen fressen die Vermögen der Papiergeld-Sparer auf und helfen den Staaten mit ihrer Schuldenlast umzugehen. 

Nicht nur in solchen Phasen habe ich Gold tausend Mal lieber als Papiergeld!

So long liebe Leser....damit genug für heute...morgen lesen wir uns, wegen des Feiertags, nicht....dafür aber wieder am Freitag in alter Frische....liebe Grüße, einen schönen Abend und einen erholsamen Feiertag, wünscht

Ihre Miriam Kraus

 

Zum ersten Teil von: Ein Faktor der für Gold spricht
von
Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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Der Börsenbrief von Miriam Kraus: "Tiger & Dragon"


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