Schritt #1 von gestern: Erste Lesetipps
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 13. Oktober 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
gestern begann ich, auf das Thema "Investmentlehrplan" etwas näher einzugehen und stellte Ihnen meinen ersten Schritt vor.
Ich schloss den gestrigen Artikel mit der Ankündigung, Ihnen heute ein paar Materialien bzw. Vorschläge zu geben, wie Sie sich zu den von mir genannten Punkten informieren können.
Warum eine Wirtschaft wächst und warum sie crasht
Es hängt natürlich davon ab, wie tief Sie in die Materie einsteigen möchten... jedoch als Grundwissen sollte m.E. jeder wissen, weshalb eine Wirtschaft wächst und warum sie kollabiert bzw. schrumpft. Hieraus ergeben sich natürlich eine ganze Reihe an weiteren Punkten, die ebenfalls verstanden sein sollten.
Gute Bücher in diesem Bereich (gerade für Leser, die sich nicht unbedingt sofort den Inhalt mehrerer Semester an Ökonomie zuführen möchten), sind aus meiner Sicht u.a.
Economics in One Lesson: The Shortest and Surest Way to Understand Basic Economics, Henry Hazlitt. Three Rivers Press
(auch als dt. Version verfügbar: "Economics! Über Wirtschaft und Misswirtschaft", Henry Hazlitt, Wolfgang Rhiel (Übers.))
Dieses Buch ist m.E. eine der besten Einführungen in die Ökonomie. Es erschien erstmals 1946 ist aber heute aktueller denn je. Wer dies nicht weiß, gerät leicht in Versuchung zu glauben, ein brandaktuelles Buch zu lesen.
Hazlitt geht auf eine Vielzahl der Irrtümer und Fehler, die durch Staatsgläubigkeit bzw. -hörigkeit entstehen, ein und arbeitet diese in leicht verständlicher Sprache ab bzw. widerlegt diese. Das Buch ist wunderbar für Menschen, die wirklich etwas über Ökonomie und wirtschaftliche Logik lernen wollen und dabei nicht auf die ewig gestrigen, staatsgläubigen "Star-Ökonomen" und andere politischen Wirtschaftsexperten hereinfallen möchten.
Why An Economy Grows and Why It Crashes, Peter und Andrew Schiff. Wiley
Dieses Buch ist bisher leider nur auf Englisch erschienen, ist jedoch in den USA bereits ein Bestseller. Das Buch habe ich bei Investoren Wissen schon einmal vorgestellt. Unter anderem schrieb ich damals (mehr dazu können Sie hier lesen...):
Haben Sie sich auch schon mal gewundert, wie unlogisch manche Wirtschaftsexperten gerade in der aktuellen Krise erscheinen?
Denken wir doch mal an das weltweite Schuldenproblem. Der "gesunde Hausverstand" würde hier nahe legen, dass gespart werden muss. Stattdessen hört man seitens zahlreicher "Experten" (besonders aus den USA), dass der Staat noch mehr Schulden machen müsse, um die Wirtschaft "anzukurbeln". Schulden machen, um eine Schuldenkrise zu bekämpfen? Dies sei nur als ein Beispiel genannt.
Doch woher kommt dies?
Ein anderer Punkt: Wenn man sich heutzutage als Laie einmal manch eine Gesprächsrunde zum Thema Wirtschaft ansieht, scheint für einen oftmals das Thema Wirtschaft undurchschaubar, schwer zu greifen und sehr komplex. BIP-Zahlen, Arbeitslosigkeit, Baugenehmigungen in den USA, Statistiken und vieles mehr leisten schnell ihre abschreckende Wirkung.
Doch wie funktioniert Wirtschaft eigentlich? Warum und wann wächst eine Wirtschaft überhaupt? Was sind die entscheidenden Faktoren? Kann es überhaupt gute Ökonomie sein, wenn die eigenen Thesen und Aussagen nicht einer grundsätzlichen Logik folgen? Ist es nicht doch möglich, dass der Laie ein sehr gutes grundsätzliches Verständnis wirtschaftlicher Mechanismen haben kann?
Genau diesen und zahlreichen weiteren Punkten gehen Peter und Andrew Schiff in ihrem Buch nach.
Nach der gründlichen Lektüre dieser beiden Bücher (das Buch von Schiff empfiehlt sich vor der Lektüre von Hazlitt), sollte jeder Leser ein logisches Grundverständnis von Ökonomie haben.
Damit ist ein gutes Fundament gelegt, um sich an komplexere Fragen heranzuwagen.
Weitere Materialien (u.a. auch zum Thema Geldsystem) stelle ich Ihnen morgen hier bei Investoren Wissen vor.
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Martin Schmolzi (13.10. 2010 18:21 Uhr):
Vielen Dank für diese Hinweise.
Antworten - Kommentar von Manfred Radermacher (14.10. 2010 14:02 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hahn, dieser Artikel hat mich wieder einmal besonders positiv beeindruckt. Danke! Eine Bitte: Falls es Ihre sicherlich sehr beschränkte Zeit erlauben sollte... würde ich mich sehr freuen, wenn es Ihnen möglich mir Literaturangaben die u.a. auch zu dem Themenkreis "Auswirkungen der Aktivitäten der Zentralbanken auf die Wirtschaft - insbesondere die Währungen allg. Stellung nehmen (Und/oder auch und in Hinblick auf die Aufgaben, die sie EIGENTLICH erfüllen sollten)" (Deutsch oder Englisch willkommen) Je mehr umso besser. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Ihr treuer Leser M. Radermacher
Antworten