Schnupfen allerorten
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 4. Februar 2010, 08:30 Uhr
so langsam beginnt die Endphase des Winters (hoffentlich!). Dies ist die Zeit, wo sich die Viren noch einmal richtig austoben und entsprechend alle Erkältungskrankheiten Hochkonjunktur haben. Auch bei uns Zuhause! Doch auch die Aktienmärkte zeigten sich gestern verschnupft! Es lag wohl eher nicht an den Konjunkturdaten, die gemischt ausfielen. Der ADP Arbeitsmarktbericht fiel etwas besser, der ISM-Dienstleistungsindex etwas schwächer als erwartet aus. Vielmehr hatte das Minus beim Dow Jones mit Äußerungen des US-Präsident Barrack Obama zu tun. Der Präsident entwickelt sich mehr und mehr zum Schrecken der Wall Street. Er bekräftigte seine kürzlich geäußerten Pläne für striktere Regeln in der Bankenbranche. Unter anderem soll den Banken der Eigenhandel verboten werden.
Heute tagt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB). Es wird erwartet, dass der Hauptrefinanzierungssatz auf seinem Rekordtief bei 1% belassen wird. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich schließlich nicht verändert. Einzig der Begleitkommentar könnte Auswirkungen auf die Märkte haben, falls auf ein baldiges Ende der Niedrigzinspolitik hingewiesen wird. Aber auch das ist gegenwärtig nicht zu erwarten.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Dax (DAX.I): was folgt nach der Schlappe?
Der Dax musste gestern nach zwei äußerst erfolgreichen Handelstagen eine kleine Schlappe hinnehmen. Doch es gibt auch Positives zu vermelden. Eine Schwächephase wurde recht souverän an der Unterstützungszone um 5.650 Punkte aufgefangen. Die anschließende Gegenbewegung endete dann exakt bei 5.700 Punkten. Vorbörslich liegt der Dax in etwa zwischen diesem Widerstand und der Unterstützung bei 5.650 Punkten.
Kann der deutsche Leitindex an seine starke Phase zu Wochenbeginn anknüpfen, dann gehe ich long, wenn er die 5.700er-Marke zurückerobern kann. Bereits bei 5.740 Punkten türmt sich aber schon ein Hindernis vor den Bullen auf. Erweist sich dieses als unüberwindbar, so stelle ich die Long-Position glatt und gehe short. Wird die 5.700er-Marke als Sprungbrett genutzt, steige ich wieder long ein (und schließe etwaige Short-Positionen).
Gelingt aber der Sprung über den Widerstand bei 5.740 Punkten, so rechne ich mit einem Zwischenspurt an die 5.800er-Marke. Sobald aber die Kräfte der Bullen erlahmen, bin ich auch schnell dabei meinen Gewinn (oder vielleicht auch wieder einmal per Teilverkauf) zu versilbern.
Wird eine Schwächephase wieder im Bereich um 5.650/60 Punkten beendet, so eröffne ich eine Long-Position. Zieht es den Dax aber weier südwärts, bleibe ich short investiert (oder gehe short). Gleiche Vorgehensweise gilt für die 5.600er-Marke.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Die Unerstützungszone bei 5.650 Punkten hat die gestrige Abwärtsbewegung stoppen können.
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
